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27. Dezember 2018; Saison-Rückblick / Ausblick...

Bereits seit einiger Zeit ist die Bike-Saison 2018 auch schon Geschichte. Für mich war es eine etwas andere Saison als die vorausgegangenen, so lagen die Schwerpunkte mehr bei Etappenrennen als bei Eintages-Marathons. Hier nochmals ein kleiner zusammengefasster Rückblick. Aktuellere News gabs ja jeweils auch auf der Facebook-Seite. Im Juni startete ich als ersten Bike-Wettkampf der Saison erstmals am Engadin Bike Giro. Das dreitägige Etappenrennen rund um St.Moritz zählte in diesem Jahr zu den absoluten Highlights. Das Wetter und die Stimmung waren perfekt, die Strecken hatten es auch in sich und manch ein Trail-Leckerbissen konnte absolviert werden. Nach dem Prolog folgten noch 2 Etappen à ca. 60 bzw 80km. Einerseits bedeutete das Rennen Neuland für mich, zugleich stellte es aber eine Art Hauptprobe dar. Denn in diesem Jahr stand für mich bereits zum vierten Mal das SwissEpic auf dem Programm. Zusammen mit meinem Teampartner Rico Zanchetti startete ich im Team EngadinExpress zu diesem 5-tägigen Event im Wallis. Mit Startnummer 28 erreichten wir dort auch den 28. Kategorienrang. Daneben ging ich an den Marathons in Grindelwald, Einsiedeln und natürlich am Nationalpark Bike Marathon in Scuol an den Start, welcher aber witterungsbedingt für alle Teilnehmer über die Distanz von 46km ausgetragen wurde - für mich eher ein Sprint als ein Marathon. Die vergangene Saison war aber auch neben den Rennen eine besondere. Es war fast wie eine "Übergangssaison". Nachdem sich die Firma Stöckli Ende 2017 aus der Bikeproduktion zurückgezogen hatte erhielt ich gleichwohl nochmals einen Fahrervertrag für 2018. Ich fuhr diese Saison auch noch mit Stöckli-Material - welches mich nicht im Stich liess. Es sollte für mich aber auch die letzte Saison mit Stöckli sein. Nach 10 Jahren ist nun Schluss. An dieser Stelle möchte ich mich bei der Firma Stöckli für die langjährige Zusammenarbeit herzlich bedanken. Nach der Saison ist vor der Saison und so werde ich in der nächsten Saison in einem neuen Team unterwegs sein. Mehr dazu später… Vorerst wünsche ich allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!




24. Dezember 2017; Ende der Bike-Saison

Die Bikesaison 2017 ist längst vorbei. Zeit zurück zu schauen - aber auch noch vorne! Mit welcher Bikemarke es nächstes Jahr weiter geht ist bei mir noch offen - ob in einem verkleinerten Team für Stöckli oder ganz was Neues? Längst ist bekannt, dass sich Stöckli aus dem Bikefabrikationsgeschäft zurückgezogen hat. Ich darf auf eine lange Zeit auf Stöckli-Bikes zurückblicken. Auf das Material war stets Verlass! Nun wird aber so oder so ein neues Bike-Zeitalter beginnen. Umso mehr stehen derzeit Skitage auf Top-Skimaterial an. Daneben gibts Bike und Langlauf-Trainingseinheiten. Danke #stoeckli für die langjährige Unterstützung und die gute Stöckli-Bike-Zeit! Ich wünsche mit dem "Weihnachtsstern" über dem Mönch allen frohe Weihnachten!


24. September 2017; IronBike Einsiedeln

Traditionsgemäss stand am letzten Septembersonntag mit dem IronBike Race in Einsiedeln der letzte Wettkampf der nationalen Marathonserie auf dem Programm. Für mich sollte es in verschiedener Hinsicht ein ganz spezielles Rennen werden. Es war das letzte Rennen, welches ich offiziell mit Stöckli-Bikes fahren durfte. Stöckli hatte zwischenzeitlich entschieden, die Bike-Produktion einzustellen. Weiter war es für mich ein Rennen der Ungewissheit. Am Rande des Swissepics hatte ich einen gröberen Sturz zu beklagen. Die Nachwirkungen waren noch spürbar, dennoch entschied ich, in Einsiedeln an den Start zu gehen. Ich kam relativ gut weg und konnte auch im ersten Aufstieg zum Etzel ein gutes Tempo fahren. Die Realität holte mich aber bereits in der ersten Abfahrt ein. Die Schläge waren schmerzhaft und so musste ich in den Abfahrten entgegen meinen üblichen Gewohnheiten relativ viel Tempo rausnehmen. So entwickelte sich für mich ein etwas anderer Rennverlauf als geplant - und auch meine Zielvorstellung der Schlusszeit musste ich etwas anpassen. Mit einer relativ konstanten Fahrt und einem unnötigen Absteiger an den Boden unterwegs erreichte ich irgendwann den Spirstock- den höchsten Punkt des Rennens. Die folgende ziemlich ruppige Abfahrt erfolgte zu verkrampft, was dann in der Passage zur Ibergeregg prompt zum Krampf im Oberschenkel führte. Sponser-sei-Dank liess sich dieses Problem glücklicherweise rasch beheben, dennoch. Verlor ich mit der Zwangspause einige Minuten. Das Ziel in Einsiedeln erreichte ich nach 6h30. wo mich auch meine Familie erwartete und auf den ketzten Metern noch unterstützte! Damit lag ich deutlich über der ursprünglichen Zielsetzung. Auch das Ergebis lag dementsprechend unter meinen Erwartungen. In der Kategorie reichte es zu Rang... , was Overall Rang ... bedeutete. Danke für die Unterstützung vor und während dem Rennen!! Dennoch musste ich heute zufrieden sein, dass ich das Rennen so absolvieren konnte. Da es an diesem Tag erneut keine zeitgerechte Rangliste gab verzögerte sich auch die Gesamtrangliste. Eine durchzogene Rennsaison geht damit für mich zu Ende. Ebenfalls die langjährige Ära Stöckli. Danke für die gute Zeit. Wie es nächste Saison weiter geht ist derzeit noch offen, zunächst gilt es aber mich von den Sturzfolgen gänzlich zu erholen und dann den Herbst mit einigen schönen Touren zu geniessen...

10. September 2017; O-Tour, Alpnach

Am Sonntag ging ich an der O-Tour an den Start. Da ich in diesem Jahr erstmals das Swissepic aus liess, setzte ich mir die O-Tour auf den Rennkalender. Für mich war es der erste Start an diesem Rennen und so wusste ich nicht genau was mich erwarten würde - ausser nasses Terrain und kühle Temperaturen. Der Start erfolgte um 8Uhr in Alpnach. Vorerst galt es ca 1200Höhenmeter am Stück Richtung Glaubenberg zu bewältigen. Ich kam nicht schlecht weg am Start und fand schon bald einen Rythmus für den Anstieg. Der Anstieg zog sich nach meinem gefühl ziemlich in die Länge, dennoch konnte ich einigermassen flüssig hoch fahren. Kurz vor dem höchsten Punkt war fertig mit Asphalt oder Kiesweg. Es folgte ein breiter aber ziemlich unruhiger Trail für die letzten Höhenmeter. Die Steine waren durch das aufgeweichte Terrain ringsherum ziemlich rutschig - ich kam aber ohne grössere Probleme durch. Schon bald folgte die erste längere Abfahrt. Dass ich die Strecke nicht kannte war heute nicht gerade ein Vorteil für mich- ich brachte den Abschnitt dennoch relativ zügig hinter mich. Nach der Verpflegung im Talboden von Alpnach erwischte es mich leider unglücklich. Noch am Verpflegen kam ich durch einen Fahrfehler verbunden mit dem Touchieren des Lenkers an einem Pfosten auf einem Trottoir zu Fall. Ein unnötiger blöder Sturz, welcher mich etwas aus dem Rennrythmus brachte. Im nun folgenden Aufstieg zum Ächerlipass verlor ich etwas Zeit - es erging aber anderen auch nicht viel besser. Auf den letzten 15km Richtung Ziel konnte ich noch etwas zusetzen und über die nassen Wurzeln meine Fahrtechnik noch etwas ausspielen. Nach 5h und 32Minuten hatte ich die 85km und 3000Höhenmeter hinter mir. Es schaute Kategorienrang 16 heraus. Abgesehen vom unnötigen Sturz - man hätte an diesem Rennen in nassem und glitschigen Terrain viele Möglichkeiten gehabt um einen Abflug zu nehmen - war ich mit meiner Leistung einigermassen zufrieden. Da ich nicht am Seissepic sein werde folgt nun eine 2-wöchige Rennpause. Im Wochenverlauf werde ich aber zumindest als Zuschauer verbunden mit ein paar Trainingskilometer dem Swissepic einen Besuch abstatten

26. August 2017; Nationalpark Bikemarathon Scuol

Am Samstag stand mit dem Nationalpark Bike Marathon das 3. meiner 3 Augustmarathons zugleich mein Lieblingsrennen auf dem Programm. Bereits am Donnerstag gab es eine kleine Aufwärmtrailtour mit mehr Tiefen- als Höhenmeter. Auch am Freiteg gab es noch ein kurzes Genusseinfahren bei bestem Wetter. Meine Startnummer liess nichts Gutes für die Startaufstellung am Samstag erwarten. Die Zuteilung der Startnummern und die daraus folgende Einzeilung in die Startblöcke war für mich nicht nachvollziehbar. Nach einem kurzen Einfahren am Samstag Morgen reihte ich mich fast zuhinterst im Starterfeld ein. Das Rennen war vorerst bis nach der Innbrücke neutralisiert, anschliessend folgte der Anstieg in die Val S-Charl. Der Anstieg war sehr mühsam zu fahren, da es immer wieder Lücken zum Überholen zu suchen galt. Nach etwa 7km gab es endlich etwas mehr Platz, so dass sich nun ein Rhythmus und regelmässigeres Tempo finden liess. Mit geringfügigem Rückstand auf meinen Plan folgte die Durchfahrt durch S-Charl. Auf den folgenden Kilometern wollte ich unbedingt noch einige Plätze gut machen um in möglichst guter Position auf den Trail zwischen Alp Astras und Pass da Costainas einbiegen zu können- was mir auch einigermassen gelang. In der Abfahrt wurde ich anfangs etwas ausgebremst, konnte dann aber doch auf-und überholen. Im zweiten längeren Aufstieg von Fuldera nach Döss Radond hatte ich mehr Mühe ein einigermassen Tempo zu fahren. Ich versuchte einerseits etwas einzuteilen aber trotzdem zügig zu fahren. Es folgte mit der Fahrt auf dem Trail durch die Val Mora ein absolutes Highlight! Im Anstieg nach Alpisella lef es mir wieder besser. Nach der Abfahrt zum Stausee erwischte ich eine Gruppe für das folgende Flachstück. Trotz bereits aufgetretenen Krampferscheinungen fühlte ich mich immer noch ziemlich gut, was auch wichtig war für den folenden Aufstieg zum Chaschaunapass, mit fast 2700m der höchste Punkt des Rennens. Gut zwei Drittel des Anstiegs konnte ich fahrend absolvieren. Anschliessend hiess es auch für mich Laufen und sogar kurz zu Pausieren. Ich hatte Mühe im obersten Teil des Aufstieges. Nach kurzer Verpflegungspause beim Rifugio folgten noch die letzten 80 Höhenmeter zum Pass. In der Abfahrt gings mit einer soliden Fahrt zur Alp und dann sehr zügig Richtung S-Chanf. Ich konnte wieder einige der zuvor verlorenen Plätze gut machen. Im Tal angekommen folgte die Fahrt nach Zernez. Eigentloch sollte ich hier eine Gruppe erwischen, was aber nicht psssen sollte - so gab es für mich eher ein Einzelzeitfahren auf den nächsten Kilometern. In Zernez stiess ich auf eine Zweier-Gruppe. Leider funktionierte der Führungswechsel in der Folge nur bedingt, d.h. wir mussten die Arbeit zu Zweit aufteilen während der Dritte Fahrer nur vom Windschatten profitierte. Ich fühlte mich immer noch gut und so folgte der Anstieg nach Guarda in gutem Rythmus. In Bos-Cha verpflegte ich nochmals kurz, konnte aber bald wieder aufschliessen. Das letzte Teilstück sollte zu meinen Gunsten ausfallen. Ich hatte sicherlich Vorteile dass ich dss Schlussstück kannte und so konnte ich auf den letzten Kilometern noch 1 bis 3 Minuten auf die beiden anderen Fahrer der "Gruppe" herausfahren. Nach 7h31 erreichte ich das Ziel. 137km und gut 4000Höhenmeter waren absolviert. Eine Zeit von unter 7h30 war mein Ziel, was ich somit zwar knapp verfehlte. Trotzdem bin ich mit der heutigen Leistung zufrieden. Mittlerweile gibt es sogar eine Rangliste dieses Events. Bis es soweit war sollte aber MSO sei Dank Montag Abend werden. Für mich schaute Kategorienrang 40 bzw Rang 160 overall heraus. Wohl ist auch die Startnummernzuteilung dem neuen Resultateservice zu verdanken. Das Debakel mit der Zeitmessung wirft unberechtigterweise ein falsches Licht auf die ansonsten einmal mehr super organisierte Veranstaltung. Danke an dieser Stelle für die Unterstützung vor und während dem Rennen. Grazcha fich!


19. August 2017; GrandRaid Verbier-Grimentz

Am Samstag stand mit dem Grandraid ein hartes Stück Arbeit auf dem Programm. 137km und gegen 5000Höhenmeter galt es zu absolvieren. Zwischenzeitlich hatte ich mich einigermassen von der Erkältung und vom Eigerbike erholen können - wenn wohl noch nicht ganz 100%. Lange stand der Zeitpunkt des Rennens aufgrund der Wetterprognose auf der Kippe - Samstag oder Sonntag war die grosse Frage. Nach immer wieder wechselnden Meteomodellen fiel der Entscheid auf Samstag. Die Regen- und Gewitterfront sollte sich am Freitag Abend austoben und der Regen zum Start abklingen. Im Nebel ging es gleich in den Anstieg nach Les Ruinettes und nach einer Querpassage in eine erste Abfahrt. Nach dem Start hatte ich etwas Mühe einen Rythmus zu finden und so lag ich beim ersten Aufstieg schon etwas hinter meinen Vorstellungen zurück. Ich liess mich deswegen nicht beirren. Erstens sollte das Rennen noch 130km dauern und zweitens standen die technischen Abschnitte noch bevor. Ich kam in der Folge zwar nicht superschnell aber doch relativ zügig voran. Die Passage Heremence-Mandelon verlief auch zufriedenstellend - heute hatte ich in den kurzen steileren Rampen keine Krampferscheinungen zu beklagen. Auch die folgende Abfahrt nach Evolene konnte ich abgesehen von einigen Überholmanövern einigermassen auf der Ideallinie befahren - und so lag ich in Evolene immer noch einigermassen gut im Rennen. In der Anfahrt Richtung Eison und der Weiterfahrt Richtung L.A. Vieille stellten sich zunehmend Magenkrämpfe ein- welche mich vorerst zur Tempodrosselung und in der Folge sogar zu einen längeren Aufenthalt auf der Toilette zwangen. Ich verlor Zeit und Plätze. Nach der Pause ging es aber trotzdem weiter. Aufgeben war heute keine Option und so folgte der Anstieg zum Pas de Lona. Andere Fahrer litten auch (oder noch mehr als ich) - und das Ziel war nicht mehr weit und die Abfahrt nach Grimentz ist ja auch immer wieder speziell. Nach 9h54 erreichte ich das Ziel in Grimentz. Alles hat einigermassen gut begonnen - aber abgerechnet wird erst im Ziel - und auf der langen Strecke kann viel passieren. Ich konnte immerhin finishen, das Material war auch top! Rangmässig reichte es heute nur ins Mittelfeld (Kategorienrang 80). Dennoch ist der Grandraid jedes Jahr wieder etwas Besonderes...

13. August 2017; Eigerbike Grindelwald

Zum 20. Mal wurde am Wochenende zur Eigerbike Challenge in Grindelwald gestartet. Für mich war es bereits der 15. Start zu diesem Rennen. So wurde ich in den Goldmemberclub aufgenommen. Begonnen hat das Rennwochenende mit dem Prolog, einem Eliminatorrennen über ein paar hundert Meter im Dorfzentrum. Ich rechnete mir gar keine Chance aus dennoch ging ich an den Start. Es hat Spass gemacht auch wenn unser Lauf etwas durch die den Parcours querende Ambulanz und dadurch irritierende Situation beeinflusst wurde. Am Sonntag galt es dann ernst. 88km und 3900Höhenmeter warteten bei besten äusseren Bedingungen. Nach meiner in der Vorwoche eingefahrenen Erkältung und der Tatsache dass ich nicht ganz 100% fit war durfte ich heute nicht ganz so viel erwarten. Grindelwald gilt auch nicht gerade als meine Lieblingsstrecke, dennoch ist es stets etwas Spezielles hier an den Start zu gehen. Schon beim ersten langen Aufstieg zur grossen Scheidegg bemerkte ich meine heutige Limite und verlor bereits etwas mehr Zeit als üblich. Den Rückstand nahm ich mit auf die First wo die erste Abfahrt wartete. Ohne zu grosses Risiko aber gleichwohl relativ flüssig gings durch den vom Schmelzwasser aufgeweichten Trail hinunter. Auf der Fahrt Richtung Bussalp fühlte ich mich schon fast wie in einem Einzelzeitfahren. Weder vorne noch hinten waren Fahrer auszumachen. Im nächsten längeren Aufstieg zum Feld änderte sich der Eindruck aber schon bald wieder. Ich war noch in bester Gesellschaft und irgendwie doch noch im Rennen. Nach dem steilen Aufstieg zum Bort, der mir heute noch länger und steiler vorkam als in anderen Jahren, folgte die Abfahrt Richtung Grindelwald. Ich hatte heute immerhin zumindest auf dem grösseren Teil des Abschnitts freie Bahn. Trotz der Nässe der Trails kam ich problemlos runter. Bei der Abzweigung in Grindelwald wartete noch die kleine Scheidegg. Mit Rückstand auf meine urspünglichen Plan nahm ich die verbleibenden 28km in Angriff. Im Aufstieg konnte ich relativ gleichmässig hoch fahren und konnte doch einige Plätze gut machen. Kurz vor der kleinen Scheidegg näherten sich aber von hinten einige Fahrer, welche ich in der Schlussabfahrt etwas zu distanzieren versuchte, was mir auch gelang. Mit 6.46 kam ich ins Ziel. Auf den ersten Blick unter meinen Erwartungen. Ich bin trotzdem zufrieden - mit der nicht optimalen Vorbereitung in den Tagen zuvor konnte ich heute finishen, dabei kam der 21. Kategorienrang heraus.

25. Juni 2017; BerGiBike Fribourg-Bulle

Am Sonntag startete ich zum ersten Rennen der Garmin Bike Classic, der nationalen Marathon-Serie. Am Bergibike waren 79km und rund 2500Höhenmeter zu absolvieren und dabei sowohl La Berra und Mont Gibloux zu überwinden. Aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen durften viele Seriefahrer im dritten und damit hintersten Startblock starten. Das Rennen war anfangs neutralisiert um nicht zu sagen fast ausgebremst bis an den Stadtrand um dann um so schneller zu starten in den ersten kurzen aber heftigen Anstieg. Wie üblich ging es dort zu schnell los für mich, so dass ich etwas büssen musste dafür. Ich wusste aber dass das Rennen zu diesem Zeitpunkt noch 75km dauern wird. Also keine Panik, etwas Tempo rausnehmen und kontinuierlich zu fahren. Meine Abschnitte sollten schon noch kommen. In den zechnischeren Abschnitten und in den Abfahrten konnte ich die Qualitäten meines Fullys und von mir weitgehend ausspielen- wenn es dabei auch einige Überholmanöver an vor mir gestarteten Fahrern bedurfte. Mit einer Zeit von 4h41.59 erreichte ich das Ziel, was auch in etwa meinen Erwartungen entsprach für den heutigen Tag. Damit erreichte ich Kategorienrang 63 und Overallrang 178 bedeutete. Zufrieden gehts nun bereits in die Sommer-Rennpause und damit in die Vorbereitungen für die grossen langen Rennen.


20. Mai 2017; Berner Rundfahrt Lyss

Der wettkampfmässige Saisonstart ist für mich mit der Berner Rundfahrt erfolgt. Beim Strassenrennen über 101km drei Mal über den Frienisberg ging es für mich um einen ersten Formstandstest. Auch wenn ich Anfang Woche noch Magen-Darm-Probleme zu beklagen hatte fühlte ich mich am Start am Samstag nachmittag einigermassen gut. Ich wollte heute möglichst problemlos über die drei Runden kommen. Schon in der ersten Runde bildete sich in meinem Umfeld eine ca 15-köpfige Gruppe im hinteren Mittelfeld und diese schien auch zu harmonieren. Die Führungsarbeit konnte aufgeteilt werden. Am Berg konnte ich gut mithalten und auch das Tempo einigermassen hochhalten, was mich zuversichtlich stimmt über meinen aktuellen Formstand. Unsere Gruppe konnte kurz vor Schluss noch weitere Fahrer einholen. Mit Rang 96 reihte ich mich noch im hinteren Mittelfeld ein. 36er Schnitt über die 101km und 1200Höhenmeter. Zwar nicht sehr spektakulär aber für mich war es eine der schöneren Berner Rundfahrten und auch der Formstand passt zur kommenden Bike Marathon Saison!



25. September 2016; IronBike-Race Einsiedeln

Als letztes Marathonrennen der Saison 2016 startete ich am Sonntag zum IronBike Race in Einsiedeln. Die Wetteraussichten waren einmal mehr top - dies liess ein stimmungsvolles Rennen mit grossem Zuschaueraufmarsch erwarten. Nach dem SwissEpic und einer Woche praktisch ohne Training ging ich am Sonntag motiviert in den Startblock. Um 08.20 erfolgte der Start zur 101km Strecke. 3600Höhenmeter waren zu absolvieren. Im Wissen, heute top funktionierendes Material dabei zu haben und auch sonst mit einem guten Gefühl ging es auf die ersten Kilometer entlang des Sihlsees. Das Feld war ziemlich beisammen und ich konnte mich irgendwo in der vorderen Hälfte einreihen bevor es in den ersten Anstieg Richtung Etzel ging. Ich versuchte nicht zu schnell zu starten und trotzdem einigermassen ein Tempo zu fahren. Die ersten Anstiege konnte ich in einem guten Tempo fahren. In den Abfahrten ging ich nicht das letzte Risiko ein - konnte aber dennoch in meinem Umfeld mithalten. Nach dem vorerst letzten Anstieg nach Wisstannen und der folgenden Abfahrt folgte ein längeres Flachstück. Ich fühlte mich nach den zwischenzeitlich gegen 60 gefahrenen Kilometern immer noch gut - ähnlich gut wie an der 1. SwissEpic-Etappe von Zermatt nach Leukerbad - also konnte ich auf den nächsten Kilometern Tempo machen. Glücklicherweise kam hinter mir bald eine 3er Gruppe, so dass wir uns die Führungsarbeit etwas aufteilen konnten. In relativ hohem Tempo ging es in Richtung des längsten Anstieg des Tages von Unteriberg bis auf den Spirstock. Ich konnte meinen Rhythmus fahren und stellte auch fest, dass heute ein ansprechendes Resultat drin liegen würde. In der Abfahrt vom Spirstock musste ich heute etwas Tempo rausnehmen. Meine Verletzung von vor ein paar Wochen war immer noch spürbar. Mit einer soliden pannenfreien Fahrt und dem Auf und Ab über die Ibergeregg auf die Holzegg folgte die ruppige Abfahrt ins Brunni. Etwas mehr als im Normalfall ging ich heute zu Fuss, dafür konnte ich in den folgenden 2 Anstiegen wieder etwas Zeit und sogar Plätze gut machen. Mit einer Zeit von 5h46 erreichte ich das Ziel in Einsiedeln. Mit Rang 18 in der Kategorie bedeutete dies eine Top20-Klassierung, overall Rang 66. Mit meiner Leistung bin ich zufrieden - mein gestecktes Ziel der Zeit unter 6h habe ich deutlich erreicht und das Resultat stellt für mich ein versöhnlicher Abschluss einer nicht immer ganz optimal verlaufenen Saison 2016 dar. Und heute war auch das Material top! Die Rennsaison ist nun beendet, nicht aber die Bike-Saison. Bestimmt wird es noch ein paar Kilometer geben - allerdings zwischendurch sicherlich mehr Tiefenmeter als Höhenmeter und mit etwas mehr Federweg. Gleichzeitig sind wir natürlich schon bald in der Planung der Saison 2017…




12.-17. September 2016; SwissEpic

Soviel an dieser Stelle: Wir haben unter dem Teamname Track Cycling gefinisht. Zusammen mit Teamkollege Matt Flury erreichte ich das Ziel in Verbier. Ausführlicheres und Bildmaterial vom SwissEpic gibts unter www.facebook.com/markusenzler.ch

20. August 2016; Grand-Raid, Verbier-Grimentz

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt... Den Grand-Raid hab ich mir etwas anders vorgestellt als er tatsächlich stattfand für mich: Ein Trainingssturz in der vergangenen Woche änderte mein Programm kurzfristig. Verletzungsbedingt musste ich auf einen Start verzichten - dennoch war ich vor Ort und verfolgte das Rennen. Diesmal als Zuschauer und Betreuer. Gratulation an alle Finisher! Ich schaue nach vorne und hoffe, dass ich am SwissEpic an den Start gehen kann...

14. August 2016; Eigerbike Challenge Grindelwald

Am 2. Sonntag im August steht traditionsgemäss die Eigerbike-Challenge auf dem Programm. So auch in diesem Jahr. Das Wetter meinte es in diesem Jahr wiedermal gut mit den Bikern am Fusse des Eigers. Der Start folgte noch im Schatten und es dauerte bis über die grosse Scheidegg hinaus, bis die ersten Sonnenstrahlen ersichtlich wurden. Immerhin waren zu diesem Zeitpunkt bereits 1000 der heute 3900 zu absolvierenden Höhenmeter absolviert. Ich ging mit etwas dosiertem Tempo ins Rennen. Insbesondere wollte ich nicht den Fehler machen, bereits auf den ersten Kilometern unter dem anfeuernden Publikum zu überdrehen und dann zu büssen im weiteren Verlauf. Ich fand relativ nach kurzer Zeit einen Rhythmus für den langen Anstieg. Dabei hatte ich allerdings das Gefühl, nicht sonderlich schnell unterwegs zu sein. Im Hinterkopf hatte ich heute einerseits sicherlich die heutige Strecke, aber sicherlich auch schon ein wenig den GrandRaid vom kommenden Samstag. Umsomehr wollte ich die Kräfte einigermassen einteilen. Mit gemischtem Gefühl erreichte ich die Grosse Scheidegg und dann auch schon bald die First, wo die erste Abfahrt wartete. Der grösste Teil war in diesem Jahr fahrbar. Bereits nach der Abfahrt zum Bort und dem folgenden Flachstück auf dem Höhenweg machten sich teilweise Krämpfe bemerkbar. Mit etwas weniger Druck auf dem Pedal aber stetig ging es in den steilen Aufstieg zum Feld. Ich lag zu diesem Zeitpunkt immer noch in etwa nach meinen zeitlichen Vorstellungen im Rennen - in der folgenden Abfahrt via Bussalp konnte ich wieder einzelne Plätze gewinnen. Es folgte der steile Aufstieg zum Bort hinauf. Inzwischen war ich auf der Fahrt auf weitere Teamkollegen gestossen, welche auf der 55km-Strecke unterwegs waren. Immer noch nach Zeitplan bog ich in Grindelwald in den Anstieg zur kleinen Scheidegg ein. Erneut waren gut 1000Höhenmeter am Stück zu absolvieren. Ich fand nach dem Verpflegungsposten rasch einen guten Tritt und kam auch relativ gut voran. Ich realisierte bald einmal, dass eine Zeit unter 6h30 möglich war. In der letzten Abfahrt nutzte ich nochmals meine Qualitäten und die Routine und konnte den letzten Abschnitt in knapp über einer halben Stunde hinter mich bringen. Nach 6h20Minuten erreichte ich das Ziel - die 88km Strecke beendete ich auf dem 12. Kategorienrang. Trotz zwischenzeitlichem Kampf gegen die Krämpfe und die Anstiege durfte ich heute mit dem Ergebnis zufrieden sein und schaue zuversichtlich in Richtung GrandRaid am kommenden Samstag. Danke für die Unterstützung vor und während dem Rennen!



26. Juni 2016; BerGiBike Freiburg - Bulle

Der Juni 2016 war immer noch nass und regnerisch und so liess auch das heutige Rennen zumindest teilweise eine Schlammschlacht erwarten. Die Strecke führte über 79km und rund 2500Höhenmeter von Freiburg auf La Berra, hinunter zur Staumauer des Greyerzersees, dann über den Gibloux nach Bulle. Die Strecke ist wie jedes Jahr sehr abwechslungsreich - und gerade der 2. Teil darf jeweils nicht unterschätzt werden, auch wenn der Gibloux "nur" 1200m hoch ist. Der Start erfolgte in Freiburg bei besten äusseren Bedingungen - für mich diesmal im ersten Startblock. Ich versuchte einigermassen mitzukommen, gleichzeitig musste ich aufpassen, dass ich nicht schon im Bourgouillon-Stutz im roten Bereich fahren musste. Das Feld zog sich bereits in die Länge und schon nach wenigen Kilometern folgte die erste Schlammpartie, aber das war nur der Vorgeschmack auf das was noch kommen sollte auf den verbleibenden Streckenabschnitten. Der Aufstieg zur La Berra folgte ohne grössere Probleme, jedoch zeitmässig aufgrund der Verhältnisse über dem was normal möglich wäre. Die Zeit war aber heute weniger massgebend, viel mehr versuchte ich ohne grössere Probleme durchzukommen. Nach einigen fahrtechnischen akrobatischen Fahrmanövern zu Beginn der Berraabfahrt musste ich etwas Tempo rausnehmen - schaffte aber die heiklen Passagen ohne grössere Probleme, jedoch war abschnittweise nicht mehr ganz alles fahrbar. Auch die Anfahrt zum Gibloux hatte es dieses Jahr in sich, immer wieder fuhr man fast bis zum Tretlager im Schlamm. Fahrer und Material wurden stark gefordert. In der letzten Abfahrt und in den Zwischenanstiegen konnte ich noch einige Plätze gut machen und kam nach 5h06 ins Ziel. Damit reichte es zum 40. Kategorienrang bzw. Rang 122 overall. Ich hatte mir zwar noch etwas mehr erhofft, durfte aber mit dem Ergebnis einigermassen zufrieden sein - auch das Material hat noch erstaunlich gut funktioniert. Nun gibt es eine Rennpause, bevor es dann im August mit den grossen Bikemarathons als Vorbereitung zum Swissepic weiter geht. Und wer weiss, vielleicht trocknen die Trails bis dann sogar noch etwas ab - obwohl ich grundsätzlich gerne nasse Verhältnisse haben. Irgendwann hat man aber das ewige Bikereinigen bzw. befreien von kiloweise Dreck doch gesehen…



12. Juni 2016; Elsabiketrophy, Estavayer

Am Sonntag startete ich zum ersten Marathon der Saison 2016. Ich stellte mich auf eine richtige Schlammschlacht ein, so regnete es doch in den vergangenen Tagen und Wochen immer wieder und das nicht zu knapp. Immerhin versprachen die Prognosen keinen Dauerrregen für das Renne, welches am Mittag startete. 60km waren zu absolvieren. Leider konnte ich mich im Startblock erst im hinteren Teil einreihen. Der Start erfolgte etwas gestaffelt, aber auf den schon bald relativ engen Wegen war Überholen nur bedingt möglich. Das Tempo war in diesem Jahr im ersten Aufstieg nicht sehr hoch, aber die Platzverhältnisse umso enger. Nach ca. 7km waren die asphaltierten Wege vorbei und die Schlammschlacht begann. Einige Passagen waren nur knapp fahrbar - oder dort wo sie fahrbar gewesen wäre war kein Platz mehr vorhanden - und so war halt auch mal laufen angesagt. Es ist bei diesem Rennen nicht einfach einen Rhythmus zu finden, folgten doch nach kurzen Abfahrten oder Flachstücken ebenso kurze aber teilweise recht anspruchsvolle Anstiege. Das Terrain wurde mit dem Rennverlauf nicht einfacher. Der nun einsetzende Regen spielte keine Rolle mehr - und irgendwie gewöhnt man sich ja mit der Zeit auch an dieses Wetter… Mit einer Zeit von 3h30 erreichte ich das Ziel in Estavayer. Die Zeit war natürlich nicht vergleichbar mit den normal gefahrenen Zeiten. Die Klassierung mit Rang 39 in der Kategorie lag eigentlich etwas unter meinen Erwartungen, dennoch war ich mit dem Ergebnis einigermassen zufrieden. Viel wichtiger war heute das Durchkommen ohne Materialdefekte - und Spass hat die Schlammschlacht ebenfalls gemacht.




29. August 2015; Nationalpark-Bikemarathon

Mit dem Nationalpark-Bikemarathon stand das distanzmässig längste Rennen der Saison auf dem Programm. Ich hatte mir einiges vorgenommen und ging topmotiviert an den Start der 137km Strecke. Der Start erfolgte um 07.15 bei warmen 15 Grad. Die Wetterprognose liessen ein heisses Rennen erwarten. Am Start kam ich relativ gut weg und konnte bis auf den Pass Costainas ein gutes Tempo fahren. Auch die anschliessende Abfahrt war kein Problem und so passierte ich die erste Zeitmessung in Fuldera einigermassen nach Plan. Es folgte der Aufstieg zum Döss Radond, welcher mir heute sehr lange vorkam. In der zweiten Hälfte des Anstiegs fühlte ich mich etwas leer. Vielleicht ging ich das Ganze am Start zu schnell an, vielleicht war ich übermotiviert für dieses Rennen. Nun, das Rennen sollte ja zu diesem Zeitpunkt immer noch fast 100km dauern und so liess ich mich durch Fahrer, welche mich überholten nicht irritieren - und schliesslich folgte mit der Fahrt durch das Val Mora ein absolutes Highlight! Bei der Ausfahrt aus dem Val Mora hatte ich Krämpfe was mich zur Dosierung des Tempos zwang. Den Aufstieg nach Alpisella absolvierte ich somit mit etwas weniger Druck auf dem Pedal aber dennoch stetig, zudem hatte ich zeitweise mit der Schaltung Probleme, welche ich aber unterwegs zumindest einigermassen beheben konnte. Bei der Abfahrt Richtung Livigno war ein erstes Mal Vorsicht angebracht auf den teils rutschigen Kiespartien auf dem Weg. Ohne Schwierigkeiten kam ich aber zum Verpflegungsposten in Livigno - immer noch in einer einigermassen Zeit. Die Rennhälfte war nun absolviert - nicht aber der steile Aufstieg zum Pass Chaschauna. Die Sonne brannte so richtig auf den steilen Weg runter, von Fahrtwind war in diesem Aufstieg auch nichts zu spüren. Ich kam nicht ganz wie gewünscht den Pass hoch und verlor etwas Zeit und auch wieder einige Plätze. Oben angelangt ging es in die steile Abfahrt. Mit einigen Fahrkünsten ging es an Fahrern der kürzeren Strecke, welche vereinzelt immer noch auf diesem Abschnitt unterwegs waren, vorbei. Die Abfahrt nach S-Chanf ging sehr zügig voran. Nach S-Chanf folgten noch über 40km das Engadin hinunter, wobei das hinunter relativ ist. So gibt es auf diesem Abschnitt immer noch rund 800Höhenmeter zu absolvieren, zudem war der Gegenwind heute auch spürbar. Ich versuchte, eine Gruppe zu erwischen, was aber vorerst nicht möglich war. Zu zweit versuchten wir, den Anschluss an eine vordere Gruppe zu schaffen, was uns schliesslich kurz vor Zernez gelang. Der Verpflegungsposten sorgte aber dafür, dass die Gruppe erneut voneinander gerissen wurde, aber schon nach ein paar Kilometern - in einer kurzen Abfahrt in Susch - konnte ich den Anschluss wieder herstellen, bis Lavin in dieser Gruppe fahren um mich anschliessend im Anstieg nach Guarda sogar etwas absetzen können. Da mir die Strecke bestens bekannt ist, konnte ich optimal einteilen und das Tempo einigermassen hochhalten. Die letzten 5 Kilometer der Strecke bestanden aus der Abfahrt von Ftan nach Scuol. In hohem Tempo ging es in Richtung Ziel - von der Gruppe in der ich unterwegs war, konnte in der Abfahrt niemand mehr folgen. Mit einer Zeit von 7h26 erreichte ich das Ziel in Scuol und somit auch mein gesetztes Ziel. Rang 142 Overall war das Resultat. Trotz Hitze und einigen Problemen mit der Schaltung unterwegs war diese Zeit möglich, was mich natürlich motiviert für das SwissEpic. Apropos SwissEpic; Meinem Teampartner Matt erging es heute leider weniger gut. Bei einem Sturz schon vor Livigno, als etwa bei Rennhälfte, erlitt er Prellungen, welche schmerzhaft waren. Er fuhr aber trotzdem fertig. Das Rennwochenende krönte ich mit einem feinen Nachtessen in Scuol und dann ein paar coolen Rides am Sonntag - mit mehr Federweg und unter Nutzung von Bergbahnen für den Anstieg.
Danke Matt für die Begleitung, gute Besserung, auf dass wir das SwissEpic erfolgreich absolvieren können!




22. August 2015; Grand-Raid, Verbier-Grimentz

Am Samstag stand ein erster grosser Saisonhöhepunkt auf dem Programm - der Grand-Raid. Entsprechend möglichst gut hatte ich mich auf dieses Rennen vorbereitet. So hab ich auch das Regenrennen von Grindelwald dieses Jahr ausgelassen um die Energie einzuteilen. Die Materialwahl war klar - mit Federweg vorne und hinten war ich optimal gerüstet für das Rennen. Auch das Wetter zeigte sich an diesem Wochenende von der besten Seite. Nach Check-in mit Materialkontrolle ging es gleich nach Verbier. Der Start am Samstag erfolgte noch fast in der Dunkelheit - schliesslich waren 125km und 5000Höhenmeter zu absolvieren. Den ersten Aufstieg nach Croix de Coeur ging ich dosiert an, kam aber dennoch nach Plan auf dem Pass an. Die Abfahrt erfolgte zügig. Ich fühlte mich gut und auch das Material war perfekt abgestimmt. In der Passage Richtung Nendaz versuchte ich möglichst effizient zu fahren, und dennoch zügig vorwärts zu kommen. Mit Streckenkenntnissen und stets mit guter Linie konnte ich vor Nendaz auf vordere Fahrer aufschliessen. In nicht allzuweiter Ferne war auch Teamkollege Matt - und so fuhren wir einige Kilometer mehr oder weniger zusammen - fast wie am SwissEpic welches schon bald beginnen wird… Nach jeweils kurzen Halten an den Verpflegungsposten konnte ich stets wieder einen einigermassen Rhythmus finden - ausser in den kurzen giftigen Rampen nach Héremènce. Dort stellten sich kurzzeitig Krämpfe ein - so dass ich Druck wegnehmen musste. Schon bald folgte der Trail über den Mandelon - ein wahres Highlight, welches aber Körner kostet. Im Verlaufe dieser Passage merkte ich, dass die Federgabel meines Bikes nicht mehr wunschgemäss arbeitet, und spätestens in der Abfahrt nach Evolène musste ich dosierter Fahren. Die Schläge waren deutlich spürbar. Irgendetwas konnte nicht stimmen mit der Gabel. In Evolène standen aber immer noch rund 35km auf dem Programm - darin eingeschlossen der Aufstieg und dann die Abfahrt vom Pas de Lona. Im Aufstieg wusste ich bereits, dass die absolut gute Zeit nicht mehr drin lag. Trotzdem kam ich einigermassen gut auf den Höhepunkt der Strecke. In der Passage zum letzten Anstieg entlang der Bergseen sowie in der folgenden Abfahrt hiess es nun möglichst gut durchzukommen - der Federweg vorne näherte sich nun schon Richtung 0mm. Immerhin verharrte die Gabel in der oberen Position, so dass die Position auf dem Bike fahrbar war. Ich wusste nun vor dem Ziel definitiv, wie ruppig die letzte Abfahrt wirklich war. Mit einer Zeit von 9h32 kam ich ins Ziel. Die Zeit lag über meinen Vorstellungen, dennoch war ich mit dem heutigen Rennen zufrieden. In den Abfahrten der 2. Rennhälfte aber auch sonst in den Trailpassagen ist einiges an Zeit liegen geblieben - trotzdem war es wieder ein Rennen bei besten Bedingungen und allemals ein sehr gutes rennmässiges Training für den weiteren Saisonverlauf. Mit meiner Zeit erreichte ich Rang 253 overall bzw. 81 in der Kategorie. Nach dem Rennen ist vor dem Rennen - und bereits am nächsten Samstag steht mit dem Nationalpark-Marathon ein weiteres Highlight auf dem Programm…




28. Juni 2015; BerGiBike Fribourg

Bereits zum 5. Mal wurde als zweites Rennen der Marathonserie das Rennen von Fribourg nach Bulle statt - in diesem Jahr mit einem neuen Startprozedere. Ich startete im zweiten Startblock - an bester Startposition. Direkt hinter dem Auto und dem Kameratöff führte das Rennen erstmals über die imposante Poyabrücke durch die untere Altstadt und dann auf die eigentliche Strecke. Ich war motiviert, heute ein zügiges Rennen zu fahren - das Wetter zeigte sich ebenfalls von bester Seite und das Material hat sich bereits in Estavayer bestens bewährt. Nach etwa 5km begann sich das Feld etwas auseinander zu ziehen. In einigermassen guter Position ging es richtig Coussimbert und dann weiter zur La Berra. In gutem Marathontempo konnte ich den längeren Anstieg absolvieren. Die letzten 300m mussten zu Fuss absolviert werden. Die Strapazen zur La Berra wurden einerseits mit einem tollen Panorama belohnt, andererseits wartete eine zügige, teils ruppige und mir scharfkantigen Steinen durchsetzte Abfahrt über die Skipiste in Richtung La Roche. Es galt volle Konzentration zu halten und auch eine geschickte Linienwahl zu treffen um möglichst materialschonend im Tal anzukommen. Bei etwa Rennhälfte lag ich einigermassen nach meinen Vorstellungen im Rennen. Sodann ging es zum zweiten Highlight der Strecke, dem Mont Gibloux. Der Berg ist weniger hoch, aber der Anstieg zumindest kurzzeitig steiler. Beim Verpflegungsposten rund 20km vor dem Ziel erwischte ich eine Trinkflasche, welche aber schon einige Meter nach dem Posten aus dem Bidonbehälter fiel. Ich versuchte den "Schaden" in einen positiven Effekt umzumünzen - so hatte mein Bike für die Fortsetzung rund 700g weniger Gewicht… Dennoch wusste ich natürlich auch um die fehlende Flüssigkeit bei der mittlerweile ziemlich warmen Witterung. Möglichst nicht zu energisch aufs Pedal treten - Krämpfe vermeiden - das war nun das Motto. Ich kam gut zum Gibloux hoch und konnte in den nachfolgenden Abfahrten sogar noch Plätze gewinnen, was mich motivierte auch die noch folgenden kurzen flachen Gegensteigungen möglichst zügig zu fahren. Auch wusste ich, dass noch ein Verpflegungsposten folgte. Schon etwas vor diesem Punkt begannen sich Krämpfe bemerkbar zu machen, so dass ich etwas dosieren musste. Dennoch konnte ich einigermassen mithalten und zwischendurch noch Gas geben. Die letzte Abfahrt über die Wiese konnte ich ohne Probleme absolvieren. Mit einer Zeit von 4h34 erreichte ich mein Ziel nicht ganz, dennoch erreichte ich mit Kategorienrang 54 von rund 300 Teilnehmen ein ansprechendes Resultat, welches ich gerne mitnehme in die nächste Trainingsphase im Hinblick auf die zeitliche 2. Saisonhälfte mit den Höhepunkten Grandraid, Nationalparkmarathon und dann das SwissEpic….




27. Juni 2015; Fotoshooting Team Stöckli Zuchwil

Am 27. Juni traf sich das Team Stöckli der Filiale Zuchwil zu einem Foto-Shooting in und um den Filialstandort. Ausgerüstet mit dem besten Material begaben wir uns zum Wasser-Reservoir, wo zahlreiche Bilder geschossen wurden. Auch ein Profifotograf war zur Stelle - Danke Christoph Marti für die tollen Bilder. Die Ergebnisse folgen bald auf dieser Webseite, auf der Team-Seite und schon bald auch in der Filiale Zuchwil, wo wir so unsere Teampräsenz markieren können. Vielleicht kann sich so der eine oder andere Kunde auch für einen Bike-Fahrtechnikkurs begeistern. Das Team-Stöckli freut sich auf zahlreiche Teilnehmer.




14. Juni 2015; Elsa Biketrophy

Traditionsgemäss startete die Bike-Marathon Saison mit der ElsaBikeTrophy, ein Rennen das " nur " 60km lang ist und damit das kürzeste der ganzen Serie ist. Die 60km haben es aber jeweils in sich - so gleicht der Kurs eher einem Crosscountry-Kurs als einem typischen Marathon. Kurze Steigungen wechseln sich ständig ab mit schnellen Flachstücken oder Abfahrten. Diesmal konnte ich mir bei besten äusseren Bedingungen eine recht gute Startposition verschaffen. Ich kam gut weg und hielt mit bis gegen Ende des ersten Anstiegs. Der Start war wie üblich schnell und so musste ich etwas Tempo raus nehmen. Die Fahrt durch die Trails mit dem Beryll RSC machte Spass und so konnte ich da und dort auch wieder einige Plätze gut machen. Etwa 10km vor dem Ziel kam eine kurze Laufpassage - eigentlich unter normalen Bedingungen fahrbar aber da der Platz nicht vorhanden war musste auch ich absteigen. Der Rhythmusbrecher führte zu Krampferscheinungen, so dass ich noch etwas Zeit verlor und die letzten Kilometer mit etwas weniger Druck auf dem Pedal fahren musste. Mit einer Zeit von 3h01 verpasste ich mein mir gestecktes Ziel knapp - dennoch war ich mit meiner Leistung zum Saisonstart ziemlich zufrieden. Eine erste Standortbestimmung zeigte mir, dass ich mit meiner Form entsprechend meiner Saisonplanung auf Kurs bin - und die technisch anspruchsvolleren Marathons kommen schliesslich erst noch.


hier gehts zu den News vom SwissEpic 2014




30. August 2014; Nationalpark-Bikemarathon

Nach zwei längeren Marathons innert 2 Wochen wurde am Samstag noch zum Dritten gestartet... Mit dem Nationalpark-Bike-Marathon stand mein Lieblingsrennen auf dem Programm. Dementsprechend motiviert nahmen wir die Reise unter die Räder. Ungewissheit bestand am Vortag vorallem in den Wetterprognosen. Je nach Wetterdienst tönte es von trocken bis regnerisch. Ich hoffte, dass es nicht während der ganzen Renndauer wie aus Kübeln giessen würde. In Scuol setzte am Freitag Abend der prophezeite Regen ein. Ich ließ mich deshalb nicht beirren und versuchte mich auf ein Rennen bei schwierigen Verhältnissen einzustellen. Nach einer teilweise regnerischen Nacht erfolgte der Start zu den 137km und 4000Höhenmeter rund um den Nationalpark. Ich hatte mir eine Taktik zu Recht gelegt und versuchte so zu starten. Das Tempo auf den ersten 400Höhenmeter Richtung S-Charl war relativ hoch -etwas zu hoch für mich, so dass ich sogleich büssen musste und entsprechend Tempo rausnehmen musste. So war es schwierig, mich einer Gruppe anschließen zu können durch das Tal. Irgendwie spürte ich wohl auch noch die letzten zwei Marathons. In S-Charl hatte ich bereits einige Minuten Rückstand auf meinen Zeitplan. Ich versuchte, einigermassen dran zu bleiben und reihte mich auf Alp Astras in die Kolonne in den ersten Singletrail ein. Das Wetter war zwar momentan noch trocken aber der Singletrail morastig. Eigentlich meine Verhältnisse. Im Münstertal setzte dann auch noch der Regen ein. Richtung Döss Radond, ca 700m weiter oben, hatte ich Mühe, Druck auf die Pedalen zu bringen - und auch die anvisierte Schlusszeit lag schnell lange außer Reichweite. Dennoch lag mir heute einiges daran, dieses Rennen fertigfahren zu können. Ich fuhr nun in meinem Tempo weiter bis Livigno, wo der Anstieg zum Chaschaunapass wartete. Kurz nach Livigno begegnete mir Teamkollege Matt, der das Rennen hier beendete. Ich fuhr aber dem Anstieg entgegen. Das Steilstück meisterte ich teils fahrend teils zu Fuß, aber stetig, so dass ich auf diesen Höhenmetern einige Plätze gut machen konnte. Die Abfahrt war im mittleren und unteren Teil morastig bis sumpfig - das Material wurde ziemlich beansprucht. Nun folgte die Fahrt das Engadin hinunter. Ich versuchte, eine gute Gruppe zu erwischen. Dies gelang mir erst in Zernez. Die Gruppe harmonierte und so konnten wir uns die Führungsarbeit aufteilen. Im Anstieg in Lavin musste ich wegen Defekt die Gruppe ziehen lassen. Eine verklemmte Kette verhinderte eine Weiterfahrt in der Gruppe. Nach einigen Minuten Reparatur und dem ungewollten Rhythmuswechsel ging die Fahrt weiter nach Guarda. Ich hatte etwas Mühe den Speed wieder zu finden und so war mein Tempo bis Ftan leider nicht mehr so hoch. Es sollte aber noch die Schlussabfahrt nach Scuol folgen, wo ich quasi den "Heimvorteil" nutzen konnte. Mit hoher Geschwindigkeit ging es in Richtung Ziel. Mit einer Zeit von 7h52min lag meine Schlusszeit unter 8h aber etwas über meinen Vorstellungen. Die Gründe dafür sind schnell gefunden: der schlechte Start, die unregelmäßige Fahrt bis Livigno, dann noch der kleine Defekt 20km vor dem Ziel, die heute nicht ganz einfachen Verhältnisse… Dennoch bin ich mit dem erreichten 49. Kategorienrang und dem 166. Rang overall einigermassen zufrieden, dass ich das Rennen fertig fahren konnte. Eine Aufgabe wäre heute die schlechtere Wahl gewesen. Auf dem gefahrenen Resultat lässt sich aufbauen, insbesondere im Hinblick auf das SwissEpic, welches schon bald im Wallis starten wird.

23. August 2014; GrandRaid Verbier-Grimentz

Knapp eine Woche nach dem Rennen in Grindelwald stand der GrandRaid auf dem Programm. In den vergangenen Tagen nutzte ich die Zeit für erste Test mit einem "975"-Bike, d.h. vorne mit 29" Rädern und hinten mit 27.5" Räldern. Das Fahrverhalten des neuen Gerätes war jedenfalls vielversprechend... Für den GrandRaid setzte ich aber erstmals an einem Rennen auf das 27.5"Fully. Für mich sollte es für dieses anspruchsvolle Rennen die richtige Wahl sein. Am Freitag Abend holten wir Startnummern und erledigten die notwendigen Formalitäten in Sion, anschliessend ging es nach Verbier, wo wir einen möglichst ebenen Platz um unsere Unterkunft zu stationieren. Ganz in der Nähe des Startortes wurden wir auch fündig. Der Start erfolgte in der Morgendämmerung um 06.30Uhr. Für die heutigen 125km und rund 5000Höhenmeter bis nach Grimentz hatte ich mir ein Ziel vorgenommen: In erster Linie die offene Rechnung des letzten Jahres zu begleichen (Rennaufgabe), gleichzeitig aber auch ein ansprechendes Resultat zu erreichen. So setzte ich mir eine Zeit um 9 Stunden als Limit. Der erste Aufstieg konnte ich flüssig hochfahren. Auch die Nervosität im Fahrerfeld hielt sich im Gegensatz zu anderen Rennen in Grenzen. Ohne grosse Probleme ging es nach Nendaz und Veysonnaz, wo es nach längerem Auf und Ab wiedermal richtig bergauf ging. Ich fühlte mich immer noch gut und auch der Zeitplan ging bis dahin auf. Auf der folgenden Abfahrt konnte ich von den Eigenschaften des Fullys sicherlich profitieren und so ging es in hohem Tempo bis nach Heremence. Nach einem kurzen Aufstieg erfolgte ein längeres Flachstück hin zum Aufstieg zum Mandelon. Auf diesem Flachstück war ich auf mich selbst gestellt. Keinerer Windschattenfahrer hinter mir wollte auch mal Führungsarbeit leisten. Als ich etwas Tempo raus nahm setzten ein paar fast zu einem Zwischensprint an, so dass mir nichts übrig blieb als sie ziehen zu lassen und weiter gegen den Wind zu fahren. Im Aufstieg zum Mandelon musste ich etwas büssen und den Aufstieg etwas dosierter angehen. Nach kurzem Halt folgte der Singletrail zur Abfahrt nach Evolene. Diese Passage war in diesem Jahr ausserordentlich nass und teilweise schlammig, so dass Fahren an einigen Stellen schwierig wurde. Ich kam m Rhythmus von anderen Fahren durch diesen Abschnitt. In Evolene verpflegte ich kurz, denn nun galt es noch die letzten ca. 35km mit dem Pas de Lona zu absolvieren. In der Anfahrt bis zur Alp L.A.Vieille, wo für mich letztes Jahr das Rennen zu Ende ging- hatte ich Mühe, Druck aufs Pedal zu bringen, dementsprechend gemächlich ging es den Anstieg hoch. So ging leider (zu) viel Zeit verloren. Anderen ging es aber wohl ähnlich und so konnte ich teilweise sogar Fahrer meiner Kategorie überholen. Ich konnte mich wieder etwas auffangen und nach der Alp noch ein grösseres Stück fahrend absolvieren. Neben flüssigem Vorankommen trug dies auch zu guter Motivation bei. Die Tragepassage zum Pas de Lona konnte ich recht gut absolvierren. Oben angekommen folgte noch die Fahrt entlang dem See, einem weiteren kürzeren und fahrbaren Anstieg und dann die längere und teilweise recht technischen Abfahrt. Nur nichts mehr anbrennen lassen und dennoch zügig runter. Trotz leichtem Luftverlust im Hinterreifen - bei km 95 musste nochmals nachgepumpt werden - schaffte ich es recht zügig ins Ziel. Mit einer Fahrzeit von 9h16 erreichte ich den 66. Kategorienrang bzw. den 216.Rang overall. Das Ziel habe ich somit heute hier wieder erreicht, allerdings lag die Fahrzeit etwas über meinen Vorstellungen. Die Erklärung dafür ist auch ziemlich schnell gefunden. Hätte ich den Abschnitt zwischen etwa km 75 und 100 in ähnlichhem Tempo fahren können wie die übrigen 100km, wäre die Rechnung möglicherweise aufgegangen. Dennoch bin ich nicht unzufrieden mit dem Erreichten. Nun freue ich mich auf den Nationalpark-Marathon - hoffentlich auch wieder bei guten Bedingungen wie heute...

17. August 2014; Eiger Bike Challenge Grindelwald

Am Sonntag erfolgte für mich nach der Sommer-Rennpause der Start zur zweiten Saisonhälfte und damit zum Saisonteil mit den grossen Marathons. Als erstes stand die Eigerbike-Challenge auf dem Programm. Nachdem die Trainingsbedingungen in diesem "Sommer" in unseren Breitengraden oft alles andere als ideal waren, zeigte sich das Wetter immerhin am Renntag von seiner schönsten Seiten. Der Start zur 88km Strecke erfolgte um 07.00 bei 4 Grad, aber mit den ersten Sonnenstrahlen nach rund einer Stunde Fahrzeit war dies längst vergessen. Ich nahm mir heute vor, das Rennen etwas einzuteilen und nicht bereits auf den ersten Kilometern zu überdrehen. Durch das teilweise bereits kurz nach dem Start angeschlagenen Tempo durch das Dorf wollte ich mich nicht wie auch schon irritieren lassen und so fuhr ich möglichst in meinem Tempo die ersten 1000Höhenmeter hoch. Einerseits sollten meine Abschnitte noch kommen, andererseits wollte ich auch noch ein paar Körner für den Schlussaufstieg zur kleinen Scheidegg aufzusparen. Nachdem ich bereits in der Abfahrt vom Feld auch die Bussalp erste Krampferscheinungen erlitt, musste ich die Fortsetzung noch etwas vorsichtiger und dosierter angehen. Kontinuierlich fuhr ich das Rennen, welches vom Untergrund her so schlammig war wie schon lange nicht mehr, weiter. Im Aufstieg zur kleinen Scheidegg hatte ich Probleme mit der linken Kurbel - ein Weiterfahren war aber noch möglich. Ich hoffte, dass sie bis ins Ziel halten würde und liess die letzte Reparaturmöglichkeit in der langen Schlussabfahrt aus. Ich wollte nicht noch mehr Zeit verlieren und möglichst noch den einen oder anderen Platz gut machen. Nachdem ich auf den ersten 60km laufend einzelne Plätze verlor, konnte ich auf den verbleibenden 28km trotz technischen Schwierigkeiten noch etwas aufholen, was mich auch zuversichtlich stimmen lässt für die kommenden Rennen. Insgesamt erreichte ich nach einer Fahrzeit von 6h44 den 30. Kategorienrang bzw. den 133. Rang overall an diesem Rennen, an dem zu gleich auch die Marathon-Schweizermeisterschaften ausgetragen wurden. Das Resultat lag zwar etwas unter meinen Erwartungen, aber die heutigen 88km und 3900Höhenmeter sollten eine gute "Basis" sein für den GrandRaid von kommendem Samstag....

22. Juni 2014; BerGiBike Fribourg-Bulle

Bei bilderbuchhaftem Wetter wurde am Sonntag zum BerGiBike Rennen gestartet. Bereits zum dritten Mal ging ich an diesem Rennen an den Start - und zugeteilt erhielt ich die Startnummer 333. Wenigstens musste ich nicht auch noch im dritten Startblock starten - da ich im letzten Jahr nicht am Start war musste ich aber im zweiten Startblock einstehen. Top motiviert ging ich in Freiburg beim Murtentor an den Start. Das Rennen war auf den ersten Kilometern neutralisiert. Irgendwie hatte sich das Feld aber in den engen Gassen auseinander gezogen und erst auf der ersten Brücke sah ich, dass sich zwischen der führenden grösseren Gruppe des zweiten Blocks und des Hauptfeldes eine grössere Lücke geöffnet hatte. Auf den nächsten Kilometern versuchte ich, möglichst etwas weiter nach vorne zu fahren. Ich hatte allerdings etwas Mühe, einen anständigen Rhythmus zu finden. Ich liess mich deswegen aber nicht allzustark beeindrucken denn ich wusste um meine Stärken und die mir besser liegenden Abschnitte sollten ja noch folgen. Nach etwa 10km bildete sich eine 5er Gruppe, in der es zügig voranging. Der Aufstieg zur La Berra schaffte ich ohne allzugrossen Probleme - und im Schlussaufstieg zu Fuss zum Kulminationspunkt konnte ich zu vorderen Fahrern aufholen - und in der folgenden ziemlich ruppigen und teilweise auch technisch anspruchsvolleren Abfahrt Terrain gut machen. Es galt aber trotzdem, möglichst etwas materialschonend zu fahren. Ich hatte auf diesem Abschnitt schliesslich auch schon eine grössere Panne… Nach La Roche folgten die ersten Anstiege. Mit beginnenden Krampferscheinungen konnte ich nicht mehr vollen Druck auf die Pedalen geben, dennoch versuchte ich möglichst flüssig zu fahren und natürlich dran zu bleiben. In der Anfahrt Richtung Gibloux musste ich mich beim Verpflegungsposten nochmals kurz stärken für die verbleibenden 20km. Im folgenden Anstieg konnte ich erneut einige Plätze gut machen, was mir Motivation verschaffte. Ich wusste zwar zwischenzeitlich, dass superschnelle Zeit drin liegen würde, aber ein Resultat unter 4.5h lagen immer noch drin. Nach dem ersten Teil der Abfahrt folgten noch die manchmal fast nicht mehr enden wollenden leichte Gegensteigungen. Diese forderten aber alles ab mit meinen Krämpfen. Mit hoher Kadenz versuchte ich aber über die Runden zu kommen. Auf den letzten 3km waren wir zu zweit und konnten uns die Führungsarbeit teilweise im Gegenwind etwas aufteilen. Ich hatte aber auf dem letzten Kilometer noch etwas Reserve und konnte so in höherem Tempo ins Ziel in Bulle fahren. Mit einer Zeit von 4h24 erreichte ich über die Distanz von 79km den 56. Kategorienrang bzw. den 157 Rang overall. Insgesamt bin ich einigermassen zufrieden mit dem Resultat, besonders natürlich mit der zweiten Rennhälfte. Nun geht es rennmässig bereits in die Sommerpause. Die Pause werde ich natürlich zur Vorbereitung auf die Highlights der zweiten Saisonhälfte vorzubereiten. Mit Grindelwald, GrandRaid und Nationalpark-Bikemarathon stehen drei grosse Rennen an bevor es dann an der SwissEpic zur Sache gehen wird…



08. Juni 2014; ElsaBikeTrophy Estavayer

Am vergangenen Sonntag ging die Bike-Marathon-Saison 2014 so richtig los. In Estavayer wurde zur Elsa-Bike-Trophy gestartet. Der Marathon begann aber schon vor dem Start. Da die Bedingungen ideal waren, gab es viele Nachmeldungen zum Rennen und dementsprechend grossen Ansturm auf die Startnummernausgabe. Es dauerte sehr lange bis ich meine Nummer hatte und so wurde die Zeit bis zum Start am Mittag immer knapper. Nach kurzem Einfahren wollte ich mich möglichst nicht zu weit hinten im Startblock einreihen. Das gelang mir nicht und so hatte ich eine sehr schlechte Startpositon im rund 600-köpfigen Fahrerfeld, was in Estavayer schweirig wird, aufzuholen. Hinzu kam, dass noch bevor alle der Langstrecke gestartet waren plötzlich Fahrer der Kurzstrecke in die Startblöcke drängten und ein Durchkommen schwierig war. Die Wege waren schon nach den ersten Kilometern teilweise recht schmal und so lagen die guten Gruppen für mich leider schon nach einigen Kilometern ausser Reichweite. Im ersten Anstieg war das Tempo sehr gemächlich. Durch das herrschende Gedränge im grossen Startblock konnte ich erst auf den späteren Abschnitte stetig einzelne Positionen gewinnen. Gleichzeitig versuchte ich in den technisch schwierigeren Partien Plätze gut zumachen oder Lücken zuzufahren, was mir teilweise auch gelang. In grosser Hitze erreichte ich das Ziel über die 60km-Strecke nach 3h und 7 Minuten. Ich hatte mir mehr vorgenommen und bei günstigerem Rennverlauf wäre sicher auch mehr möglich gewesen. Dennoch bin ich nicht unzufrieden mit meiner eigenen Leistung - und die Saison hat eben erst begonnen… Mit der gefahrenen Zeit erreichte ich den 56. Kategorienrang bzw. den 170. Rang overall. Bereits am übernächsten Wochenende geht's wieder zur Sache - am BerGiBike im Freiburgerland.

01. Juni 2014; Buechibaerg Bike-Marathon

In diesem Jahr wurde der Stöckli Buechibärg Bike-Marathon bereits zum 7. Mal ausgetragen. Die Bedingungen waren perfekt, die Trails und Wege ziemlich abgetrocknet und das Wetter sehr angenehm und auch nicht zu heiss. So wagten sich rund 650 Teilnehmer auf die 55km lange Strecke. Es ging nicht um die Zeit, sondern viel mehr um Genuss - oder wer wollte, nutzte die Gelegenheit für ein Training. Auch ich betrachtete den Event, an dem ich auch mit den Vorbereitungsarbeiten beschäftigt war, als gutes Training im Hinblick auf den Marathon-Saisonstart von Estavayer vom kommenden Wochenende

21./22. Februar 2014; 24h Track Race Grenchen

Seit Herbst 2013 findet ein schöner Teil meines Wintertrainings auf der Radrennbahn statt. Im Laufe des Januars wurde bekannt, dass im VelodromeSuisse ein 24-Stunden-Rennen durchgeführt werden soll. Dabei geht es darum, in 4er oder 5er-Teams möglichst viele Runden à 250m zurückzulegen. Mit meinem Verein TrackCyclingBielGrenchen war es Ehrensache, ein Team an diesem Heimrennen zu stellen. Für mich galt es zudem zu entscheiden zwischen Gommerlauf (Hauptprobe für Engadiner) oder dem Bahnradrennen, wobei es mir nicht schwer fiel, mich für letzteres zu entschliessen. Schließlich liegen meine Ambitionen im Radsport und weniger auf der Loipe, dennoch bildete das Fahren am 24h-Rennen wohl einen mindestens ebenso guten Test für den Engadiner.
So war ich am vergangenen Freitag um 1900 am Start des Bahnrennens - gemeinsam mit meinen Teamkollegen Marc, Marco, Edi und Patrick. Den Start übernahm Marc. Das Tempo war sehr hoch - das konnte unmöglich über 24Stunden so gehen. Mit zunehmender Renndauer wurde etwas in normalerem Tempo gefahren. Während 24 Stunden musste dauernd ein Fahrer des Teams auf der Bahn Runden zurücklegen. Ich war als Dritter unseres Teams an der Reihe für die nächsten 45 Minuten. Das Tempo war hoch und so war es umso wichtiger, in einer Gruppe mitfahren zu können. Gegen Ende meiner Fahrzeit ereignete sich vor bzw. unter mir ein Sturz, in den letztendlich 4 Fahrer verwickelt waren. Glücklicherweise konnte ich sofort reagieren und nach oben ausweichen und es sollte auch der einzige derartige Zwischenfall des ganzen Rennens bleiben. Das Rennen wurde für kurze Zeit neutralisiert. Ich konnte schließlich vor dem Wechsel noch ein paar schnelle Runden zurücklegen. Im Fahrerbereich hatten wir uns vor Rennbeginn etwas eingerichtet und so konnte ich vor dem nächsten Einsatz sogar etwas schlafen. Es folgten in der zweiten Nachthälfte 3 Einsätze à 45Minuten. Der erste Teil war teilweise etwas unregelmäßig zu fahren. Es folgte aber der schöne zweite Teil, wo eine große Gruppe mit ca 44km/h super harmonierte. Es machte richtig Spass so mitzufahren. Auch fühlte ich mich gut. Der letzte Teil der dritten Ablösung war hart und so war ich die letzten Minuten teilweise Alleine unterwegs, konnte aber dennoch in einigermassen Tempo fahren. Nach Rennhälfte um 0700 morgens war ich bisher total 3 Stunden unterwegs und hatte eine Distanz von 127km zurückgelegt. Mit dem Team lagen wir mit einem Schnitt von rund 41km/h auf Zwischenrang 11 und somit genau im Mittelfeld von 22 gestarteten Teams. Nach einer längeren Pause, welche ich möglichst gut mit Verpflegung, Massage und Regeneration hinter mich brachte, folgten am Nachmittag vorerst 2 weitere Einsätze. In den ersten 45Minuten fühlte ich mich erneut sehr gut, so dass ich gut mithalten und immer wieder Lücken zufahren konnte. Die erste halbe Stunde des zweiten Einsatzes verlief immer noch gut, doch dann waren meine Akkus vorderhand mal leer. Ich brach ein und fuhr meinen Einsatz mehr schlecht als recht aber trotzdem fertig. Ich musste anschließend sofort verpflegen, denn wir hatten im Team die letzten zwei verbleibenden Einsätze auf vier aufgeteilt. so kam ich gegen Rennschluss erneut zum Einsatz. Das Tempo war nun wieder etwashöher. Wir konnten aber unseren Rang 11 bis ans Rennende halten. Mit einem Stundenmittel von 40.8 waren wir mit dem Team über die ganze Renndauer ziemlichbschnell und relativ konstant unterwegs.
Es war eine super Erfahrung und es hat riesig Spass gemacht! Die Form dürfte stimmen für die kommende Saison...


22. September 2013; Iron Bike Race, Einsiedeln

Als letztes Rennen der ixs-Marathon-Serie stand am Sonntag noch das Iron Bike Race in Einsiedeln im Rennkalender. Mit mehreren Auf und Ab's wurde der Sihlsee "grosszügig" umrundet, so dass bis am Schluss 101km und 3600Höhenmeter zusammenkommen sollten. Ich hatte mir viel vorgenommen für dieses Rennen und habe die Trainingseinneiten im Vorfeld entsprechend gestaltet. Ein gesundheitliches Intermezzo machten aber kurzfristig einen Strich durch die Pläne. 48 Stunden vor dem Start wusste ich nicht, ob ich das letzte Saisonrennen würde absolvieren können. So schnell die Magenprobleme gekommen sind, fast ebenso schnell sind sie glücklicherweise abgeflaut - aber eben nur fast. Nach einem Einfahren am Samstag auf dem letzten Abschnitt des Rennens fühlte ich mich zumindest mental bereit für das Rennen. Am Morgen des Renntages fühlte ich mich auch sonst wieder recht gut. Das Wetter zeigte sich einmal mehr an diesem Rennen von seiner besten Seite auch wenn die 6Grad zum Start recht frisch waren. Was ich sonst eher vom Langlauf her kenne machte ich heute auch an einem Bikerennen: Das Sportgerät wurde in guter Position platziert und so konnte ich gesamthaft etwa in der 3. Startreihe losfahren. Die ersten 8km waren flach und aufgrund meiner Startposition auch viel weniger nervös als auch schon. Im ersten Anstieg Richtung Etzel zog sich das Feld bereits etwas in die Länge. Auch ich musste etwas Tempo rausnehmen, aber das Rennen dauerte ja noch lange.
Die Abfahrt ab Bühl führte zuerst über Wurzeln und dann über den berüchtigten Prügelweg. Mit etwas Fahrtechnik liess sich aber auch dieser Abschnitt ohne grössere Probleme zurücklegen. Nach der Abfahrt nach Euthal folgte schon der nächste Aufstieg. Nun setzte es bei mir erstmals Krampferscheinungen ab. Mit etwas weniger Druck auf dem Pedal ging es aber dennoch stetig weiter, wenn auch nicht ganz im gewünschten Tempo. Nach der folgenden Abfahrt ging es in das rund 10km lange Flachstück. Idealerweise hätte ich jetzt eine Gruppe erwischen sollen, was aber leider nicht der Fall war. So war ich wieder einmal über einen längeren Abschnitt auf mich selbst gestellt. Die Rennhälfte war nun absolviert und es folgte nun der längste Anstieg des Rennens zum Spirstock. Ich musste das Ganze etwas dosiert angehen und die Kräfte etwas einteilen, dennoch ging es einigermassen flüssig hoch. Unterbrochen wurde die Anfahrt durch die zwei kürzeren Laufpassagen, in welchen es mir erstaunlich gut ging. Das zahlreich angereiste Publikum sorgte für die nötige Unterstützung, was bei den guten Bedingungen in Einsiedeln immer sehr speziell ist. Die teilweise ruppige Abfahrt konnte ich relative schnell und ohne Probleme hinter mich bringen. In der Passage zur Ibergeregg und litt ich unter den Krämpfen, so dass es leider nicht mehr schnell vorwärts ging. Nun spürte ich die nicht optimale Vorbereitung definitive. Es verblieben aber nur noch rund 20km und so versuchte ich durchzubeissen und auch die der Holzeggabfahrt folgenden beiden letzten Anstiegen von jeweils rund 200Höhenmetern möglichst gut zu absolvieren. Das Einfahren vom Samstag machte sich nun auch noch positive bemerkbar und so konnte ich im letzten Anstieg das Tempo noch leicht verschärfen und den einen oder anderen Platz gewinnen. Auch ein kleiner Schlusssprint über den Klosterplatz, wo mich unter den vielen Zuschauern auch meine Familie erwartete, lag noch drin und so erreichte ich das Ziel in einer Zeit von unter 6 Stunden. Dies hatte ich mir eigentlich schon vor längerer Zeit als Minimalziel gesetzt. Ursprünglich hätte ich mir natürlich noch etwas mehr erhofft, aber unter den Umständen der nicht idealen Vorbereitung war ich mit dem erreichten sehr zufrieden! Zufrieden auch, dass ich das Rennen überhaupt habe fertig fahren können. Einmal mehr hat das Material von Stöckli seine Dienste bestens verrichtet! Mit der gefahrenen Zeit erreichte ich den 26. Kategorienrang bzw. den 60. Rang overall. In der Gesamtabrechnung der Marathon-Serie 2013 erreichte ich mit den 4 gefahrenen Rennen von Estavayer, Grindelwald, Scuol und nun in Einsiedeln in der Kategorie Langstrecke Herren Fun wie bereits im Vorjahr den 26. Rang. Nun hoffe ich noch auf einen schönen Herbst, so dass noch die eine oder andere Tour gefahren werden kann und natürlich auch die neuen Stöckli-Bikes getestet werden können.
Herzlichen Dank an dieser Stelle für die Unterstützung während der ganzen Saison und natürlich auch am letzten Rennen in Einsiedeln!!


31. August 2013; Nationalpark-Bikemarathon, Scuol

Eine Woche ist seit dem GrandRaid vergangen. Eigentlich wollte ich dieses Rennen so rasch als möglich vergessen, die richtigen Schlüsse für die nächsten Rennen ziehen, mehr nicht. Leider kam alles ein Bisschen anders. Das nasskalte Wetter vom vergangenen Samstag verbunden mit der Rennaufgabe und dann die Abfahrt ins Tal haben mich mit einer Erkältung belohnt, welche eben nicht unerwartet Anfang der Woche eingetreten ist. Es war somit zwangsläufig trainingsmässig eine sehr ruhige Woche. Ich musste mich schonen, gleichzeitig aber auch auf mein Lieblingsrennen vorbereiten. Ich hoffte immer noch, dass ich die Erkältung ganz weg bringe im Hinblick auf das Rennen, was aber leider nicht gelang. Demensprechend musste ich auch meine Ziele etwas den Gegebenheiten anpassen. Den Start an diesem wunderschönen, abwechslungsreichen Rennen wollte ich mir aber nicht nehmen lassen. Am Freitag sind wir leider erst mit Umweg via Albula und damit mit grösserer Verzögerung in Scuol eingetroffen. Nach den obligaten Pastas und dem Erledigen der Startformalitäten gings ins Hotel, wo nach dem Startklarmachen der Bikes schon bald Nachtruhe angesagt war. Für den Samstag waren wieder einmal super Wetterbedingungen angesagt. Am Morgen war es am Start mit 8 Grad zwar noch etwas frisch aber nicht unangenehm. Um 07.15 erfolgte der vorerst neutralisierte Start zur 137km Strecke mit gut 4000Höhenmetern. Schon vor dem Start bzw. spätestens jetzt im ersten Anstieg wusste ich, dass mich die Erkältung in der Leistung einschränkte bzw. wohl auch auf den verbleibenden über 130km zumindest teilweise handicapieren würde. Trotzdem versuchte ich einigermassen mitzukommen. Noch alles im Schatten ging es Richtung Alp Astras. Der gefrorene Trail und der Rauhreif am Gras war der Beweis dafür, dass ich momentan besser die langen Bikehandschuhe angezogen hätte, aber schon bald kamen wir an die Sonne und die morgendliche Kälte war rasch vergessen. Nach der ersten Abfahrt vom Costainas-Pass erfolgte schon bald die erste Zwischenzeitpassage in Fuldera. Es lief mir bis dahin zwar nicht ganz wie im letzten Jahr - ich musste definitiv mehr leiden, gleichzeitig genoss ich aber zwischendurch die Fahrt auf der traumhaften Strecke. Im Anstieg nach Döss Radond konnte ich mich in etwa im Feld halten. Schon bald nach dem Verpflegungsposten führte die Strecke ins Val Mora - einem absoluten Highlight! Für das Geniessen der wilden Landschaft bleibt zwar jeweils nicht viel Zeit, dafür wird man mit der Fahrt durch den wunderschönen Singletrail belohnt. Nun galt es vor der Rennhälfte noch den Anstieg zur Alpe Alpisella zu bezwingen, bevor die Abfahrt nach Livigno erfolgte. Die Abfahrt konnte ich nicht ganz wie gewünscht fahren. Einerseits liess der Trail vorerst ein Überholen fast nicht zu und dazu liessen sich die Kühe auch fast nicht aus der Ruhe bringen, um den Bikern etwas Platz zu machen. Die Verpflegung erfolgte in diesem Jahr schon Anfangs Livigno. Im letzten Moment erwischte ich noch ein Bidon, welches bis zum Chaschauna-Pass reichen musste. Nach der Anfahrt zur Abzweigung folgte der steile Anstieg. Über 600 steile Höhenmeter waren nun zu überwinden. In diesem Aufstieg spürte ich besonders, dass ich nicht bei vollen Kräften war und so musste ich mehr als üblich zu Fuss gehen. Ich versuchte aber trotz allem in einigermassen regelmässigem Tempo den Berg rauf zu kommen. Salah und ich waren bis zu diesem Zeitpunkt in etwa gleich schnell unterwegs. Mal lief er und ich konnte fahren, dann war es wieder umgekehrt. Im "kleinen Duell" war ich etwas schneller auf dem Pass - ich wusste aber nicht wie viel. Die Abfahrt vom Chaschaunapass nach S-Chanf nahm ich wie gewohnt relativ zügig in Angriff. Nach einer ganz kurzen Phase mit Krampferscheinung - aufgrund deren ich mich aber gar nicht aus dem Konzept bringen liess - erfolgte der zweite Teil der Abfahrt in hohem Tempo. Unten in S-Chanf angekommen ging es am letzten Kilometer des Engadin-Skimarathons vorbei in eine teilweise mit Schlaglöchern durchsetzte Schotterstrasse. Ich musste nun feststellen, dass die Federgabel ihre Funktion nicht mehr richtig wahr nahm, sondern ziemlich blockiert war. Dies spielte aber für die noch verbleibenden ca.45km keine Rolle mehr. Das Feld hatte sich sehr auseinander gezogen und so war ich auf dem letzten Abschnitt grösstenteils auf mich selbst gestellt. Ich fand leider keine Gruppe wo man sich die Führungsarbeit hätte aufteilen können. Die Fahrt durch den teilweise herrschenden Gegenwind kostete so Energie und mein Tempo war dadurch nicht mehr sehr hoch. Der Blick zur Uhr verriet, dass ich noch mit einer einigermassen Zeit in Scuol einfahren könnte. Auf den letzten 20km folgten noch der Anstieg nach Guarda und dann das leichte Auf, Ab und wieder Auf nach Ftan. Zwischenzeitlich wurde ich noch von einer Gruppe überholt. Ich hatte aber so viel Energie verbraucht, dass ich auch das Tempo im Windschatten nicht hätte halten können über längere Zeit. Auch Salah war zwischenzeitlich wieder zu mir aufgeschlossen und hat mich in Ftan sogar leicht distanziert. Ich versuchte nun aber so gut wie möglich dran zu bleiben. Sollte ich ihn noch überholen können, konnte dies nur noch in der Abfahrt erfolgen. Obwohl die Schlussabfahrt der Strecke auf dieses Jahr hin geändert wurde kannte ich den Weg, was mir etwas Vorteil verschaffte. In den letzten Kurven oberhalb der Dorfeinfahrt kam meine Chance und ich konnte Salah überholen und fuhr so schnell ich konnte dem Ziel entgegen. Nur noch über die Holzbrücke und schon war ich im Ziel. Am Schluss entschieden 0.9Sekunden zu meinen Gunsten. Ich erreichte das Ziel in 7h27 und erreichte damit eine deutlich bessere Zeit als ich heute auf Grund der erschwerten Umständen erwarten durfte und war somit zufrieden mit meiner Leistung. Die Zeit reichte zum 37. Kategorienrang bzw. 126. Rang overall. Fazit: Nach dem vergessenen Rennen von der Woche zuvor wenigstens wieder gefinisht. Den Abend liessen wir schon fast traditionsgemäss bei einem feinen Nachtessen ausklingen und natürlich wurde auch über die 0.9Sekunden und anderes diskutiert…


24. August 2013; GrandRaid Verbier-Grimentz

Die Geschichte des GrandRaid's 2013 ist aus sportlicher Sicht relativ schnell erzählt, das Fazit schnell gezogen: DNF. Es gibt Renntage zum Vergessen.
Angefangen hat das Rennen aber eigentlich noch ganz gut. Nachdem ich mich in den Tagen zuvor möglichst gut auf das Rennen eingestellt und mich darauf vorbereitet hatte - ein paar nicht allzu intensive Trainingseinheiten, dazu die richtige Ernährung etc,; einfach genau so, wie man es vor einem grossen Rennen machen sollte. Auch der Renntag selbst begann plangemäss. Zusammen mit Teamkollege Steve nächtigten wir im Camper am Ortsrand von Verbier. Der Start erfolgte bei besten Bedingungen und sofort ging es in die ersten 700Höhenmeter-Steigung zur Bergstation nach les Ruinettes. Relativ zügig und ohne Probleme kam ich diesen Abschnitt hoch.. Auch die folgenden zwei drei flachen Kilometer gings in gutem Tempo voran. Ich befand mich da in einer grösseren Gruppe, die Führungsarbeit wurde aber nur von ein paar Fahrern übernommen. Als erster dieser Gruppe bog ich in die längere Abfahrt nach La Tzoumaz ein. In hohem Tempo gings die Schotterpiste und im unteren Teil teilweise über Trails runter und schon bald öffnete sich hinter mir eine Lücke und ich konnte zudem vordere Fahrer überholen. Auf den nun folgenden Gegensteigungen und der Passage nach Nendaz und Veysonnaz fand ich jeweils schnell den richtigen Rhythmus und lag meinen Zielen entsprechend im Rennen. Im Aufstieg, welcher die Skipiste de l'Ours mehrmals querte verlor ich zwar einzelne Plätze, trotzdem ging es immer noch einigermassen flüssig voran und meine geliebten technischen Abschnitte sollte ja noch folgen. Auch bei der Zeitmessung Heremence lag ich noch im Bereich der Vorjahreszeit im Rennen. In der ersten Gegensteigung nach der langen und teilweise recht steilen Abfahrt spürte ich erstmals leichte Krampferscheinungen, welche sich aber glücklicherweise ziemlich rasch wieder verflüchtigten. So wusste ich auch, dass es langsam Zeit wurde um etwas gesalzenes zu mir zu nehmen. Bis zum nächsten Verpflegungspunkt ging es vorerst mal ca 300Höhenmeter hinauf und dann noch mehrere Kilometer flach. Der Verpflegungsposten bekam mir offenbar nicht sehr gut und so hatte ich im Aufstieg nach Le Mandelon zunehmend Magenprobleme. Ich konnte mich in der Folge nicht mehr richtig verpflegen und zunehmend fehlte mir auch der Druck auf dem Pedal. Es folgte nun die schöne und teilweise technische Singletrail-Überquerung des Mandelons, ein wahres Highlight, aber heute konnte ich diese Passage nicht wirklich voll geniessen. Ich versuchte so gut es ging voran zu kommen - aber heute erschien mir der Trail lang. Auch die Abfahrt nach Evolène konnte ich nicht so fahren wie ich normal unterwegs war. Beim Verpflegungsposten Evolène machte sich Ratlosigkeit breit. Ich wusste, dass ich Verpflegung zu mir nehmen musste um ins Ziel zu gelangen, gleichzeitig wusste ich aber nicht, was mir nun helfen würde. Ich zwang mich zu Banane obwohl ein Gel vielleicht besser gewesen wäre, aber es schien, dass ich irgendwie gar keine Energie mehr aufnehmen konnte und so nutzte ich die anschliessende Sprintwertung durch das Dorf von Evolène als Erholungszone. Es sollte ja noch die Überquerung des Pas de Lona folgen. Im Aufstieg in Richtung Eison versuchte ich regelmässig, wenn auch in nicht sehr hohem Tempo zu fahren. Wie musste es den Fahrern ergehen, welche ich auf diesem Abschnitt trotz allem noch überholte, welche teilweise an einem näheren Standort gestartet waren und somit eine kürzere Distanz zurück gelegt hatten bisher, aber zeitlich schon gleich lange unterwegs waren wie ich? Im Trail nach Eison kam bei mir zu meinem Befinden noch ein kleines Materialproblem mit der Schuhplatte dazu, aber das spielte keine Rolle mehr. Notdürftig wurde das Problem am Reparaturposten Eison gelöst. Nun folgten 1100Höhenmeter Aufstieg zum Pas de Lona. Geschwächt kämpfte ich mich nun irgendwie in Richtung La Vieille, dem nächsten Verpflegungsposten. Obwohl ich mich nicht mehr gut fühlte konnte ich mich nicht damit abfinden, das Rennen, welches mir von der Strecke her sehr liegt, vorzeitig zu beenden. Zwischenzeitlich setzte auch heftiger Regen begleitet von Gewitter und Wind ein und so war die Alp das nächste Zwischenziel. Unter einem Zelt zog ich vorerst mal den Regenschutz über für eine Weiterfahrt, aber die fehlende Energie, seit km70 andauernden Probleme und nun noch die Witterungsbedingungen mit Kälte auf der Höhe von fast 2400m, intensivem Regen und Wind führten schliesslich zum Entscheid, das Rennen vorzeitig zu beenden. Mit Isolationsdecke sowie warmer Bouillon befand ich mich nun unter dem einigermassen wetterschützenden Zeltdach. Ich war bereits in guter Gesellschaft und schon bald waren noch sehr viel mehr Fahrer da, welche unter dem Dach Schutz suchten und eine Weile später hiess es, dass das Rennen abgebrochen sei. Der Transport ins Ziel konnte nicht von dieser Alphütte erfolgen und so mussten wir noch die 12km lange und über fast 1000Höhenmeter führende Abfahrt hinunter nach St.Martin fahren - und dies bei intensivem Dauerregen. Total durchnässt und ziemlich ausgekühlt wurde im Restaurant auf die Busse gewartet, welche uns Fahrer nach Grimentz führten. Das Ganze kam mir vor wie ein doppeltes Déjà-vu-Erlebnis: Eine Transalp-Etappe, wo es mir fast ähnlich erging und dann der wetterbedingte Abbruch vor 2 Jahren am Nationalparkmarathon…
Herzlichen Dank an dieser Stelle für die vielfältige Unterstützung, für die Unterkunft (Steve) und nicht zuletzt den Betreuern auf der Alp La Vieille.
Nun gilt es, Schlüsse aus dem Rennen zu ziehen, vorwärts zu schauen mit der Gewissheit, dass es nicht an der Form gelegen hat und die Vorbereitungen zu treffen für den Nationalpark-Marathon.


11. August 2013; Eigerbike Grindelwald

Nach der Sommerpause startete ich traditionsgemäss mit der Eigerbike Challenge in die zweite Saisonhälfte. In den Tagen und Wochen zuvor habe ich mich auf die "grossen" Rennen vorbereitet, zuerst in der Toscana und dann wieder in der Schweiz. Sozusagen als Abschlusstraining war ich gut eine Woche vor dem Rennen nochmals auf der Eigerbike-Strecke unterwegs. Die Wetterprognosen liessen ein Bilderbuchrennen erwarten und auch der zwei Tage vor dem Rennen gefallene Regen kam mir entgegen. Ich reiste erst am Renntag nach Grindelwald und konnte mich so noch zu Hause auf das Rennen vorbereiten. Bei besten äusseren Bedingungen und doch für die diesjährigen Sommerverhältnisse eher kühlen 10Grad erfolgte um 0700 der Start in Grindelwald Grund. Es blieb aber keine Zeit zum frieren denn es folgte gleich die Anfahrt zur grossen Scheidegg. Meine Devise war eigentlich, im ersten Streckenteil nicht Zeit zu verlieren, welche ich in der zweiten Rennhälfte aufzuholen versuchen sollte, und so ging es bereits auf den ersten Kilometern durch das Dorf zügig voran. Wie sich herausstellen sollte etwas zu zügig für mich. Eigentlich nichts neues in Grindelwald aber ich wusste ja, dass das Rennen noch weit mehr als 70km dauern sollte. In der Folge musste ich etwas Tempo rausnehmen. Ich hatte Mühe einen Rhytmus zu finden bis ich auf der grossen Scheidegg war, stellte aber oben fest, dass sich mein Rückstand dennoch einigermassen in Grenzen hielt. Nach der First ging es in die erste Singletrailabfahrt. Ich reihte mich irgendwie im Feld ein und versuchte, diese Partie ohne Probleme hinter mich zu bringen. Nach der steilen "bremsfordernden" Abfahrt ging es auf den Höhenweg Richtung Bussalp. Mit einer möglichst effizienten Fahrweise konnte ich auf diesem Abschnitt wieder einige der verlorenen Plätze gut machen, welche ich auch auf dem steilen Aufstieg zum Feld nicht mehr preisgeben musste. Auch die Abfahrt zur Bussalp verlief ohne Probleme. In der Fortsetzung der Abfahrt erhielt mein Sattel einen starken Schlag und löste sich. Entweder anhalten und selbst reparieren oder die Abfahrt fertig fahren und unten am Reparaturposten anhalten. Ich entschied mich für die zweite Variante was im Nachhinein vielleicht ein Fehler war. Ich verlor zwar nicht allzuviel Zeit, aber einige Plätze und vorallem war ich nun total aus dem Rennrythmus draussen. Den Schwung aus der Abfahrt konnte ich nicht in den Anstieg mitnehmen und kurz nach dem Anfahren stellten sich Krämpfe ein, welche mich erneut zum Anhalten zwangen. Mit möglichst geringem Kraftaufwand brachte ich die kurze Steilrampe in sehr langsamem Tempo hinter mich. Ich wusste nun auch, was auf mich noch wartete: Der steile Anstieg zum Bort und noch weiter, dann in der Abfahrt zum Grund immer wieder einzelne kurze Gegenanstiege. Ich musste mich nun möglichst zu schonen versuchen, fuhr dementsprechend etwas verhalten in diesem Abschnitt. Schliesslich ging das Rennen noch weiter auf die kleine Scheidegg - und genau dieser Abschnitt war ich vor nicht allzulanger Zeit mal abgefahren. Den über 1000Höhenmeter am Stück führende Abschnitt konnte ich relativ gut absolvieren, konnte auch die eine oder andere Position gut machen. Wegen den Krampferscheinungen musste ich gewisse Vorsicht walten lassen und zuguterletzt tauschte ich kurz vor der kleinen Scheidegg ein fast leeres Bidon gegen eines mit noch weniger Inhalt. Ich versuchte es positiv zu sehen, so musste ich weniger Gewicht mitschleppen - konnte mich aber somit auch nicht ganz mit genügend Flüssigkeit versorgen. Nun folgte noch die Abfahrt nach Grindelwald mit noch zwei kurzen und nicht allzusteilen Gegenanstiegen. Ich hatte sicherlich den Vorteil, dass ich die Strecke mittlerweile kenne und demensprechend ging es in hohem Tempo talwärts. Es sollte eine Aufholjagd werden - eine Art Genugtuung für eine zu verhaltene erste Rennhälfte und so erreichte ich das Ziel in Grindelwald nach 88km und 3900Höhenmeter mit einer Zeit von 6h22. Dies brachte mir den 19. Kategorienrang bzw. den 95. Overallrang ein. Ich hatte mir heute eigentlich etwas mehr erhofft, dennoch muss ich den Umständen entsprechend zufrieden sein - und so nebenbei habe ich noch einige neue Erkenntnisse gewinnen können, was mich auch zuversichtlich stimmt für die nun folgenden ganz grossen Rennen. Bereits am übernächsten Wochenende wird in Verbier der Start zum GrandRaid erfolgen.
Herzlichen Dank für die Unterstützung vor und während dem Rennen und natürlich entlang der Strecke. Die Stimmung war einmal mehr grossartig in Grindelwald.


09. Juni 2013; ElsaBike Estavayer

Mit der ELSABiketrophy in Estavayer wurde traditionell die Schweizer Bikemarathon-Saison eröffnet. In diesem Jahr wurde an diesem Rennen gleich die nationalen Marathontitel vergeben. Die Witterung der vergangenen Tagen liessen ein morastiges Rennen erwarten. Der pünktlich zum Start niedergehende Regen liess das Ganze noch ein bisschen rutschiger werden. Ich liess mich nicht beirren und vertraute auf mein Material und die Fahrtechnik. Am Start kam ich nicht sonderlich gut weg und lag dementsprechend schon nach den ersten 5km zu weit zurück was sich im weiteren Rennverlauf auswirkte. Die schlammigen schmalen Abschnitte mussten teilweise zu Fuss und im Tempo der vorderen Fahrer absolviert werden, was den Rückstand nach weiter vorne grösser werden liess und auch das Finden eines einigermassen Rhythmus nicht zuliess. So gut ich konnte versuchte ich daran zu bleiben und bei sich bietender Gelegenheit möglichst nach vorne zu fahren. Je länger das Rennen dauerte, desto besser kam ich in Fahrt und durch das in die Länge gezogene Feld gab es auch immer mehr Platz zum fahren. Auf den letzten 20km konnte ich trotz des heute sicherlich kräfteraubendeneren Rennen als normal noch einen Zacken zulegen und das Tempo hochhalten. Die letzten teilweise sehr steilen kurzen Abschnitte konnte ich durchfahren, was auch für die Moral gut war. Von der Zwischenzeit hatte ich keine Ahnung, da so viel Dreck am Bikecomputer und an der Uhr war konnte nichts mehr abgelesen werden. Viel mehr konzentrierte ich mich auf die verbleibenden Streckenabschnitte. Nach 3h18min Schlammschlacht - die zweite innert Wochenfrist - erreichte ich das Ziel. Mein Ziel einer Zeit unter 3h konnte ich leider nicht realisieren, allerdings waren die Verhältnisse heute auch nicht einfach. Dennoch wäre mit einem besseren Start sicher noch etwas mehr drin gelegen. Heute erreichte ich den 40. Kategorienrang bzw. den 135. Rang overall. Mit der Leistung bin ich vorallem mit der zweiten Rennhälfte zufrieden. Je länger das Rennen dauerte, desto besser kam ich ins Rennen, somit freue ich mich schon jetzt auf die längeren Marathons...

02. Juni 2013; Buechibärg Bikemarathon

Bereits zum 6. Mal wurde der Stöckli-Buechibärg-Bikemarathon ausgetragen. In der Woche zuvor galt es, die Strecke auszuschildern, was nach Möglichkeit bei trockener Witterung erfolgte. Allerdings waren diese Momente sehr selten und auf den Event hin fiel nocheinmal sehr viel Regen! Umso mehr freuten wir uns natürlich, dass sich pünktlich zum Start trockenes und immer sonnigeres Wetter einstellte. Ich war über die Strecke von ca. 55km als Vorfahrer unterwegs und nutzte die Fahrt als nahezu wettkampfmässiges Training im Hinblick auf den Start der Marathonsaison, welche in einer Woche in Estavayer starten wird. Die Fahrt verlief zügig was mich optimistisch auf den Rennsaisonstart blicken lässt. Im Anschluss an die Fahrt konnte wir uns noch in der tollen Festwirtschaft in Zuchwil verweilen und die Sonne geniessen.

06. Mai 2013; Berner Rundfahrt

Am vergangenen Samstag startete ich zu meinem ersten Rennen der Saison 2013, der Berner Rundfahrt, einem Strassenrennen über drei Runden mit Start und Ziel in Lyss. Auf den insgesamt 101km war der Frienisberg 3mal zu überwinden. Leider hatte sich Anfang der Woche eine Erklältung eingeschlichen, so dass ich nicht 100prozentig fit war, dennoch entschloss ich mich zu einem Start - es ist immerhin das Rennen vor meiner Haustüre. Am Start kam ich nicht sonderlich gut weg. Im Gegensatz zu anderen Jahren, wo das Rennen anfangs neutralisiert war, wurde bereits ein recht hohes Tempo angeschlagen und so zog es das Feld ziemlich bald in die Länge. Bereits beim ersten Aufstieg zum Frienisberg kam ich nicht ganz wie gewohnt auf Touren und musste mich so irgendwo im Mittelfeld einreihen. In einer ca. 15köpfigen Gruppe absolvierte ich die verbleibenden zweieinhalb Runden. Das Tempo war teilweise sehr unregelmässig. Etwa zu fünft leisteten wir Führungsarbeit. Die Gruppe harmonierte nicht und so fiel das Tempo immer wieder zusammen und so ahnte ich auch dass der Rückstand immer grösser wurde. Auf der letzten Runde erwischte ich leider keinen Flüssigkeitsnachschub mehr und so musste ich auch aufpassen wegen auftretenden Krämpfen. Ich behauptete mich aber trotzdem in der Gruppe, konnte aber im Sprint nicht mehr vorne mitfahren und klassierte mich somit irgendwo in der Gruppe. Gesamthaft kam ich mit einer Zeit von 2h50 auf Rang 128, was eine Platzierung im hinteren Mittelfeld bedeutete. Trotz der Platzierung war ich mit dem heutigen Rennen zufrieden. Ich konnte heute nicht eine 100prozentige Leistung abrufen und dennoch ein erstes Rennen absolvieren - und das ganze erst noch bei trockenem Wetter, was ja im Frühling 2013 auch nicht selbstverständlich ist. Am Sonntag hätte ich noch am BMC-RacingCup in Solothurn an den Start gehen können, was ich aber bleiben liess. Bis die Bike-Marathon-Saison für mich los gehen wird, dauert es nun noch eine Weile und ich hoffe, dass ich bis dahin noch gut und hoffentlich bei frühlingshaften Bedingungen trainieren kann...

10. März 2013; Engadin Skimarathon

Zweiter Märzsonntag gleich Engadin Skimarathon, und damit mein Wintersaisonziel. Ein paar Tage vor dem Rennen bin ich ins Engadin gereist, um noch ein paar Kilometer auf der Marathonloipe zu absolvieren. Das Wetter war viel zu warm für die Jahreszeit und der Schnee entsprechend weich und langsam, besonders am Freitag, da es am Donnerstag noch geregnet hatte. Auch die Prognosen für Sonntag waren anfangs nicht gerade verheissungsvoll - und so stellte ich mich bereits auf schwierige Verhältnisse ein. Bereits am Freitag Abend habe ich mit der Präparation meines Skis für Sonntag begonnen. Nach ein paar Trainingskilometer Richtung Ziel am Samstag Vormittag wurden der Ski gemäss Waxtipp fertig präpariert. Zwischenzeitlich sagten die Wetterfrösche besseres Wetter und für den frühen Sonntag morgen etwas kühlere Temperaturen voraus, so dass die Loipe kompakt werden sollte. Bereits am Samstag Abend waren Sterne sichtbar. Wie üblich ging es am Sonntag früh an den Start, so dass die Skis in der ersten Reihe des Elite B Startblocks hingelegt werden konnten. Es folgte das Warten auf den Start zum Rennen - bei Bilderbuchwetter und kompakter Strecke. Eigentlich optimale, schnelle Bedingungen für das Rennen. Der Start erfolgte und ich hatte eine recht gute Linie, so dass ich gut wegkam und auch den vereinzelten Stürzen oder seitlich in die Strecke einragenden Abschrankungen vor Eispartien jeweils gerade noch ausweichen konnte. Das Rennen war schnell und da der Gegenwind nur schwach war wurde auch auf der ganzen Breite gelaufen. Durch den harten Untergrund war höchste Konzentration gefordert. Nach Kilometer 12 folgte der erste Engpass, der Schanzenaufstieg vor St. Moritz. Das kurze Anstehen war für mich bereits ein wenig Indiz, dass ich mich bereits etwas weiter hinten meines Startblocks befand. Der Zeitverlust war aber deswegen nicht sehr gross. Ich versuchte, möglichst gut mitzulaufen. Schon bald folgte die Abfahrt im Stazerwald. Die Loipe war sehr hart und ziemlich eisig. Nach einem Überholmanöver im mittleren Teil der Abfahrt konnte ich mich bei hoher Geschwindigkeit erst in letzter Sekunde vor dem Fangnetz retten und so das Tempo mitnehmen in Richtung Pontresina, wo die Hälfte des Rennens vorüber war. Nach kurzer Verpflegung ging es in Richtung Flugplatz, wo ich versuchen wollte, in hohem Tempo zu laufen. Ich hatte die Wahl, in der griffigen Spur aber in der Kolonne zu laufen oder aber die seitliche, hartgefrorene, schnelle Strecke zu wählen mit nicht unerheblichem Risiko für einen Sturz mit damit verundenem Zeitverlust. Ich entschied mich für die sicherere aber etwas langsamere Variante, verlor dadurch wohl etwas Zeit. Vereinzelt zogen Läufer, welche aber technisch sicher besser liefen als ich, auf der Überholspur vorbei. In den Golanhöhen mit den Aufstiegen konnte ich zwischendurch wiedermal ein paar Plätze gut machen. Das Ziel erreichte ich nach 1h54.59. Somit hätte ich eigentlich ein von mir gestecktes Ziel - Zeit unter 2 Stunden - erreicht. Das Gefühl war aber etwas durchzogen, da ich sofort merkte, dass es resultatmässig nicht so gut ausschauen würde wie erhofft. Der Blick in die Rangliste zeigte es später. Mit Rang 1166 overall konnte ich mich relativ knapp im Startblock für 2014 halten. Es war ein schnelles Rennen und so hat heute eine Minute mehr oder weniger bereits grossen Einfluss auf die Rangliste.


24. Februar 2013; Gommerlauf

Mit dem Gommerlauf stand für mich einmal mehr der erste "Wettkampf" des Jahres auf dem Programm. Nachdem es in den letzten Tagen sehr kalt war und auch das Velotraining nicht gerade zuoberst stand ging es für mich vor allem Mal um eine Standortbestimmung. Den Wetterprognosen entsprechend war der Waxtipp lautend auf kalte bis sehr kalte Bedingungen. Neben der Anreise und der Skipräparation war noch eine Trainingsrunde in Oberwald angesagt - bei eisigen Temperaturen und starkem Wind! Ich hoffte nur, dass es am Sonntag nicht so werden würde... Während der Nacht rüttelte der Wind teilweise an den Läden und dazu fielen bis am Morgen noch ein paar wenige Zentimeter Schnee, welche die Verhältnisse auch nicht gerade vereinfachen sollten. Glücklicherweise ließ nach dem Morgenessen der Wind ein wenig nach. Am Start in Blitzingen kam ich einigermassen gut weg - mit Glück konnte ich schon kurz nach dem Stadt einen Sturz verhindern und kurz darauf auch noch gerade ausweichen. Schon nach wenigen Kilometer befand man sich in einer Einerkolonne. Die Rangliste schien schon fast gemacht. Überholen müsste einerseits im Neuschnee, anderseits auch gegen den Wind erfolgen. Das Tempo in der Einerkolonne wurde bei ca. km12 immer tiefer - so wollte ich nun wirklich nicht die verbleibenden 18km hinter mich bringen und so begab ich mich dann und wann auf die sehr mühsame Überholspur um später wieder Lücken zu schliessen. Auch der Ski, der heute nicht zu den allerschnellsten zählte machte das Rennen nicht einfacher. So ging es in nicht allzuschnellem Tempo dem Ziel entgegen. In den kurzen Anstiegen auf den letzten Kilometern konnte ich mich jeweils ein paar Positionen nach vorne arbeiten, was auch gut für die Moral war. Nach 1h 54 erreichte ich das Ziel, woraus der 248. Gesamtrang resultierte. Es war ein gutes hartes Training heute und eine gute Hauptprobe für den Engadiner in zwei Wochen, wo bestimmt bessere Verhältnisse herrschen werden. Und wenn ich in S-Chanf mit der heute gelaufenen Zeit einlaufen könnte...


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